Cherry wurde Ende 2024 in 2 Varianten in der Nähgang veröffentlicht: Als Rucksack (Cherry the Backback) und als Weekender (Cherry the Weekend Bag). Das Besondere an beiden Taschen die von Anke (Cherry Picking) entwickelt wurden, sind die großen Bügel. Sowohl der Rucksack als auch der große Weekender können mit Hilfe spezieller Bügel (die extra für die beiden Schnitte angefertigt wurden) aufgeklappt werden und bieten eine fantastische Übersicht ins Innere. Ich fand das direkt toll, hatte für beides aber erstmal kein Bedarf.

Nachdem ich meine größere Penny, die ich sehr viel zuhause für meine kleinen Strickprojekte nutzte, eine Weile fertig hatte änderte sich das aber. So sieht meine Penny aus:

Sie hat extra einen kleinen Henkel an dem ich sie zuhause von einem zum anderen Zimmer tragen kann. Ich hatte aber sehr bald den Wunsch Penny auch mitnehmen zu können. Dafür war sie eher nicht geeignet. Ich hatte sie schon mal in die größte Handtasche gestopft die ich finden konnte. Aber darin konnte ich sie nicht aktiv nutzen. Ich wollte eine Handtasche haben die ich jederzeit neben mich stellen kann, während ich aus der geöffnenten Handtasche bei geöffneter Penny stricken kann.

Damit fielen schon mal sehr viele Taschenschnitte raus, weil sie einfach nicht dafür gemacht waren, dass die Öffnung wirklich groß geöffnet bleibt. Und da fiel mir Cherry wieder ein. Der Weekender war für mein Vorhaben viel zu groß und der Rucksack eigentlich viel zu hoch, also habe ich mithilfe des Rucksackschnittes eine Handtaschenversion genäht.

Diese Fotoreihe beschreibt Cherry wohl am Besten und ich liebe es wie sie von einer normalen Handtasche zu einem großen übersichtlichen Raumwunder wird.

Meine Handtasche ist nicht so hoch wie Cherry the Backpack. Ich habe aber noch so viel Höhe belassen, dass ich auch die Außentasche mit Reißverschluss noch nutzen kann. Und im Innern wollte ich außer der Penny auch noch ein 0,5 Liter Getränk stehend unterbringen können.

Ich habe noch eine kleine Innentasche hinzugefügt. Wahlweise fürs Handy (das aber aber auch außen in die Reißverschlusstasche passt) oder was immer ich kurz verstaut, aber schnell griffbereit haben möchte.

Für das Innenleben habe ich übrigens Reste eines Kalle Korbes genommen. Ich hatte noch gequiltete Reste (die waren perfekt für die großen Außenwände) aber auch noch weiteren Stoff für die Seitenwände übrig. Für den Boden musste ich stückeln, das habe ich versteckt indem ich die Groove-Webkante darüber genäht habe.
Die Innentasche ist aus dem Canvas „Typewriter“ von Ruby Star Society. Ebenso wie der Außenstoff. Für den Zuschnitt habe ich mir sehr viel Zeit genommen. Ich wollte dass die Verbindungen der Vorder- und Rückseite möglichst gut zu den Seitenteilen passt.

Der äußere Boden ist ein robuster Stoff von Snaply. Ich möchte die Tasche überall abstellen können ohne Angst zu haben, dass sie dreckig werden könnte.

Alles andere ist von „Das mache ich nachts“. Ich liebe die Reißverschlüsse dort sehr! Die Gurtbänder haben aber auch eine fantastische Qualität

Was ich vorher nicht kannte und für Cherry zum ersten Mal bestellt hatte, war das Ripsband. Auch von dem war ich sehr begeistert:

Der „Rucksack“ ist übrigens unfassbar leicht zu nähen. Nur ganz am Ende der Tunnel für die Bügel ist etwas kniffliger. Hier hat mir das Zusatzvideo mit einer leicht anderen Technik von Heike aber sehr geholfen. Die ist in Teil 6 der Nähgangvideos zum Weekender zu sehen.
Ich hatte Penny und Cherry (bzw. Penny in der Cherry) schon dabei und kann bestätigen, dass der Plan perfekt aufgegangen ist und Cherry sich als offen stehende Stricktasche als sehr praktisch erwiesen hat. Und weil Cherry so hübsch ist, darf sie (statt an der Garderobe im Flur) in meinem Nähzimmer wohnen bis sie wieder zum Einsatz kommt 🙂
