Hoodie Emilea von Schnittmuster Berlin

Werbung: Im Blogbeitrag werden Schnittmusterhersteller sowie ein weiterer Blog verlinkt und Stoffquellen genannt. Schnitt, Stoffe und Zubehör sind selbst gekauft.

Der Herbst ist endlich da Meine Lieblingsjahreszeit!! Und mit ihr kommt endlich die Zeit in der man sich in super bequeme Pullis kuscheln kann. Und besonders hohen Wohlfühlkuschelfaktor haben gemütliche Hoodies!

Genäht habe ich diesen tollen Hoodie aber schon im März, fotografiert hab ich ihn im Mai, genauer gesagt am 12. Mai. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich ihn für diesen Tag für den Me Made May fotografiert hab. Und wo ich eh schon das Outfit des Tages fotografiert habe, hab ich noch ne Nahaufnahme und ein Bügelfoto für den Blog gemacht. Und dieser Blogbeitrag kommt jetzt eben etwas verspätet. Aber so kann ich zur Abwechslung mal einen Langzeit-Tragebericht geben:

Ich LIEBE diesen Hoodie. Er steht mir sehr gut, er hat optisch irgendwie was Besonderes und das gewisse Etwas, er ist absolut bequem, er passt ohne Anpassungen perfekt, der Stoff ist toll, er hat den perfekten Wohlfühlkuschelfaktor den ich oben bereits erwähnt habe und: jetzt endlich kann ich ihn nach einem sehr langen und seeehr heißen Sommer auch endlich wieder anziehen

Der Schnitt ist „Emilea” von „Schnittmuster Berlin”. Aufgefallen ist er mir bei Instagram, auf dem Account von emilea.Berlin. Ich bin dann relativ schnell auf ihrem Blog und dem ausführlichen Beitrag gelandet und da war ich dann komplett überzeugt: Diesen Hoodie brauche ich! Ich hatte auch schnell einen ganz tollen Stoff dafür vorgesehen, aber da dieser sehr teuer ist (25€/Meter), wollte ich erstmal einen Probe-Pullover nähen. Da ich aber gar keinen Sweat mehr daheim hatte, musste ich tatsächlich Probesweat bestellen und dann sollte es natürlich möglichst ein schöner, tragbarer Probepullover werden. Nur bitte nicht ganz so teuer, falls die Passform eher nicht ideal ausfällt. 1,70m Stoff braucht man für meine Größe. Obwohl die Trennungen der Farben in der Anleitung vorgesehen sind, steht in der Anleitung leider nur die Gesamtmenge. Nicht wieviel Stoff ich von Farbe A und Farbe B benötige. Ich habe dann 1,20m der Farbe Rost und 1m Dunkelgrau bestellt. Gefunden habe ich den Bio-Sweat bei Siebenblau und hatte Glück, dass er zu der Zeit im Angebot warf für 14,90€/Meter. Waren plus Porto immer noch 38€ für ein Probepullover daher bin ich schon verdammt froh, dass alles gut ging und er vom Probepulli zum Lieblingspulli geworden ist.

Der Stoff erinnert wegen der Rückseite (nicht angeraut sondern Schlaufen) ein bisschen an French Terry.
Vom Grau hab ich noch übrig, beim Rost war ich dann froh über ein bisschen zuviel, denn den Ärmel und die Ärmeltaschen musste ich 2 x zuschneiden:

Das ist mein zweiter Minuspunkt an der (sonst guten / ausführlichen) Anleitung:
Es ist nicht ausreichend erklärt wie die Tasche auf den Ärmel kommt. Wenn ich mir Bilder von Emilea Berlin anschaue, dann sehen ihre Taschen super aus. Bei vielen anderen sind die Kanten offen. So hab ich die Anleitung ehrlich gesagt auch verstanden, dass die Taschen nur zugeschnitten und aufgenäht werden. Aber das Ergebnis sah echt bescheiden aus. Dann hab ich die Enden noch ein wenig kürzer geschnitten, mit dem Ergebnis, dass ich es dadurch auch nicht wieder abtrennen konnte. Der Reißverschluss war so nicht mehr zu gebrauchen. Siehe Ärmel links…

Schade, denn ich wollte für Ärmeltasche und Brusttasche unbedingt zwei goldene Reißverschlüsse aus dem Bestand nehmen die zwar nicht die gleichen Farben hatten, aber immerhin beides Metallreißverschlüsse waren mit goldenen Schiebern. Einen weiteren goldenen besaß ich nicht, also musste für den zweiten Versuch ein Silberner her. Der passt schon noch zum Stil des Hoodies, nur eben nicht mehr zum zweiten Reißverschluss der Brusttasche. Um die Tasche nun nicht mehr offen zu verarbeiten, habe ich sie erneut vergrößert und um Nahtzugabe erweitert, habe sie mit dünnem Stoff verstürzt und konnte sie so sauber annähen. Das gefällt mir deutlich besser.

Achso: warum erneut vergrößert? Ich hatte mir vorab Gedanken darüber gemacht wozu man eine Tasche am Ärmel braucht. Nur zur Deko? Eigentlich ist es ja schon schöner, wenn Taschen auch ihren praktischen Zweck erfüllen können. Aber was steckt man sich in eine Ärmeltasche? Mir ist beim Besten willen nichts eingefallen bis auf… Wäre es nicht gut, wenn man hin und wieder mal sein Handy in diese Tasche stecken könnte? Also nicht generell zum Transportieren, aber wenn man mal spontan die Hände frei braucht? Keine Jackentasche griffbereit ist, weil der Mantel an der Garderobe hängt? Dass so eine Frauen-Jeans-Po-Tasche NICHT groß genug ist, brauch ich wahrscheinlich keinem erklären. Ich mache mein Handy da schon ab und an mal rein, aber wirklich immer ungern und nur, wenn es nicht anders geht.
Die vorhandene Tasche aus dem Schnitt war nicht groß genug für das Handymodell dass ich besitze, also hab ich es entsprechend angepasst. Und ja, 1x kam die Tasche schon kurz zum Einsatz und war in dem Moment sehr praktisch 🙂

Was ich am Schnitt auch mag ist die das Kordel-Detail. Mal keine normalen Kordeln mit Ösen sondern große Knopflöcher durch die dann eine sehr breite Kordel eingefädelt wird. Natürlich brauchte ich eine die zum Rost des Sweats passen sollte. Gefunden hab ich sie bei Michas Stoffecke (Marke: Albstoffe)

Und natürlich musste auch mein Garn exakt zu Stoff und Kordel passen 🙂

Die Kapuze liegt übrigens doppelt und sieht dadurch auch doppelt hübsch aus, finde ich! Ich bin mir sicher ich werde noch mal einen weiteren Emiliea-Hoodie nähen, dann versuche ich daran zu denken dieses Detail auch zu fotografieren.

Nicht so ganz happy bin ich mit der Verarbeitung der Kordelenden. Aber die fransen und flusen sehr stark, daher wollte ich sie nicht offen lassen. Kordelstopper sind für soooo breite Kordeln aber irgendwie auch komisch, oder? Also hab ich sie doppelt eingeklappt und abgesteppt und das sieht irgendwie nur so mittelgut aus…

Aber das ist das einzige was ich am fertigen Pulli zu meckern hätte.

Eine Kleinigkeit habe ich übrigens doch angepasst, fällt mir noch ein: Ich habe zum Glück noch vor dem Annähen gemerkt, dass das Saum-Bündchen in meiner Größe doch sehr schmal ist und hab das erneut zugeschnitten und am Schnittteil 1,5cm Weite hinzugegeben.

Alle Infos im Überblick:
Schnitt: Emilea von Schnittmuster Berlin
Stoffe: Bio-Sweat „Rost“ und „Dunkelgrau“ von Siebenblau
Zutaten: Kordel von Albstoffe (über Michas Stoffecke); Reißverschlüsse aus dem Bestand
Genähte Größe: 36
Änderungen:
1) Ärmeltasche vergrößert / auf Handy angepasst; NZ hinzugefügt, mit Stoff verstürzt
2) Schnittteil Saumbündchen: 1,5cm hinzugefügt

Viele Grüße,

6 Kommentare zu “Hoodie Emilea von Schnittmuster Berlin

  1. Oh, das ist ein superschöner hoodie <3 ich finde auch die Kordelenden nicht so schlimm. Man hätte sie vielleicht mit einem Stück Leder oder SnapPap einfassen können, passend zu deinem Label auf der Tasche…
    Aber wie gesagt, wäre für mich Jammern auf hohem Niveau ich mach mich gleich auf die Suche nach dem Schnitt…
    Liebe Grüße, Jutta

    1. Hallo Jutta! Vielen Dank!! Na klar, Snap Pap oder Leder… Das würde tatsächlich richtig gut passen und ich bin selber nicht drauf gekommen… Wobei ich das mal für den Hoodie Lynn gemacht habe und die Leder-Stücke (oder Snap Pap, weiß ich gar nicht mehr) immer wieder abgegangen sind… Also wenn dann müsste ich dafür auch ne Lösung finden, wie das nicht passiert.
      Viele Grüße, Melanie

  2. Ganzganz toller Sweater!
    Die vielen Details machen ihn zu einem echten Hingucker und deine Anpassungen und deine Verarbeitung finde ich top.
    Die Kordelenden stören mich persönlich nicht; ich finde, du hast das gut gelöst.
    LG von Susanne

  3. Ich finde die Farbkombi einfach grandios! Und sie passt auch super zum Schnitt. Ein ganz toller Hoodie!
    Die Kordelenden finde ich total okay, die wären mir nicht negativ aufgefallen.
    Das mit der Taschen-Anleitung ist ja blöd … vermutlich werden die Kanten eingeschlagen und dann aufgenäht, aber das braucht viel Übung, damit es sauber wird. Ich verstürze in solchen Fällen die Kanten ja gerne mit einem kleinen Streifen Vlieseline; wenn die ein bisschen breiter ist als die Nahtzugabe, kann man sie nach dem Nähen festbügeln und hat die umgeschlagene Kante fixiert, ohne dass man außen eine Naht sieht.

    1. Dankeschön! Es war gar nicht so einfach einen Sweat zu finden bei dem Qualität und Preis stimmen UND mir gleich zwei Farben gefallen die dann aber auch untereinander kombinierbar sind. Aber ich wurde ja zum Glück fündig und mag die Kombination auch sehr!
      Laut Anleitung wird das Kanteneinschlagen nur bei der kleineren Tasche die auf der großen Tasche liegt gemacht und auch dort nur innen und oben. Außen eben nicht… Evtl. gehen sie davon aus, dass man alles mit der großen eh noch mal wiederholt… Aber es steht da eben nicht!
      Kantenabstand oder Vlieseline… Sehr gute Idee. Das hätte dann wohl auch verhindert, dass sich die vormals geraden Kanten doch noch so wellen. Ich weiß gar nicht, ob das beim Bügeln oder annähen passiert ist. Aber das ist mir auch unangenehm auffallen, dass die Taschenkanten leider gar nicht gerade sind. Ich denke ich mache beim nächsten Mal eine Kombination aus beidem: Kantenband annähen und trotzdem verstürzen. Denn wenn man die Tasche dann öffnet ist so eine verstürzte Version ja auch viel schöner, als offene Kanten zu sehen.
      Ganz lieben Dank für deinen Kommentar und deinen Tipp!!
      Viele Grüße, Melanie

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