Der Weg zum perfekt passen Black Beauty Bra………… Teil 3 von 3: Finally: Der Black Beauty Bra

Der erste Versuch – der Black-and-white Beauty-Bra und der darauffolgenden White Beauty Bra haben es ein bisschen herausgefordert, dass nun, mit der erhofften finalen Version der Black Beauty Bra folgen musste.

Die Wortspiele waren aber gar nicht meine Absicht. Der dritte Versuch wurde lediglich deshalb rein Schwarz, weil mir allmählich die nicht-dehnbare Spitze ausging. Ich hatte zu dem Zeitpunkt immer noch nicht bemerkt, dass der Hinweis “wenig bis nicht-dehnbar” nur für View A galt..)

Nachdem die Anpassungen für Version 2 schon sehr  erfolgreich waren, musste ich für die finale Version nur noch “runternähen”, dabei aber ein paar Nähtechniken ändern:

Für die ersten beiden BHs habe ich Zierlitze für die Powerbar verwendet und diese mit leichtem Zug angenäht (was sich als gar nicht gut rausgestellt hatte…). Daher wollte ich den dritten Versuch dann eigentlich ohne Zug machen. Beim Zuschnitt ist mir aber aufgefallen, dass ich diesmal lieber komplett die schwarze Blumenspitze verwenden möchte, um nicht wieder einen BH der ersten Optik zu haben. Also habe ich das Powerbar-Schnittteil quer gelegt, so dass ich eine Bogenkante bekomme (ebenso hat es auch Liz in ihrem Sew Along gemacht) und habe auf die Zierlitze ganz verzichtet. So musste ich doch wieder etwas zittern bis zum Schluss, denn es hätte ebenso gut passieren können, dass diese Bogenkante später etwas absteht. Ist in getragenem Zustand aber zum Glück überhaupt nicht der Fall, sie liegt perfekt an.

Außerdem sind mir folgende Dinge aufgefallen, die ich verändert habe:

Der Trägeranfang
Die Zierlitzen am Armausschnitt habe ich bei den ersten beiden BHs nur bis zum Ende der Powerbar laufen lassen und dann abgeschnitten. Lässt man sie aber länger und bis hinter den Träger laufen, sieht das deutlich harmonischer aus. Siehe schwarze Variante:

In der Originalanleitung wird das nicht erwähnt und irgendwie auch bei den Zeichnungen nicht so richtig klar dargestellt, da die obere Zeichnung so aussieht, als hört sie vorzeitig auf, bei der unteren das Verhältnis dann aber stimmt….. Liz zeigt und erklärt das aber in ihrer Videoanleitung.
Vielleicht macht das jeder außer mir längst so 😉 ich habe es für mich neu entdeckt und werde das auch in Zukunft für andere Schnitte übernehmen.

Das Backband
Während ich für den ersten BH das Backband und den Verschluss noch so belassen hatte wie im Original, habe ich das Backband für den zweiten und dritten BH verbreitert. Das lag aber lediglich an den vorhandenen Verschlüssen

Das Trägerende
Das Anbringen der Träger habe ich für die dritte Version aber bewusst verändert. Erin näht die Träger einfach oben auf die fertig umgeklappten Gummis. Ich finde das macht einen unschönen Abschluss, gerade unten wo der Träger abgeschnitten wird und noch leicht ausfranst. Das ist mir gleich bei der ersten Version aufgefallen, bei der zweiten habe ich aber leider nicht rechtzeitig dran gedacht dies zu ändern. Bei der dritten dann allerdings schon. Bevor ich das Unterbrustgummi umgeklappt habe, um es erneut anzunähen, habe ich erst die Träger mit eingefasst, so dass sie im Unterbrustgummi verschwinden. Siehe Bild oben, schwarzer BH. 

Gummiband am Obercup
Während der erste BH noch das in der Anleitung vorgesehene Clear Elastic für die Oberkante bekam (was sich auf der Haut nicht schön anfühlte), habe ich für Version 2 und 3 Einzugband genommen. Meine hatten jeweils eine normale und eine leicht weichere Seite, die kam natürlich nach außen. Ich habe für Version 2 und 3 nur ganz wenig Zug angewendet, die Cups waren ja nun bereits passend. Aber ich denke dass das Einzugband dennoch verhindern kann, dass die Spitzenkante irgendwann abstehen wird.

Für das Lining habe ich nun durchgehend  Tüll verwendet und kein (starkes) Powernet mehr. Das mit dem Powernet war lediglich ein Gedankenfehler den ich anfangs hatte.

Weitere Änderungen / betrifft alle 3 BHs: Die Bridge
Die Bridge hatte ich gleich von Anfang an verschmälert, hier wusste ich von anderen Schnitten welche Breite ich da brauche. Das hat dann zur Folge, dass die Bügelbänder bei mir nicht mehr nebeneinander verlaufen, sondern leicht überlappend. Das macht aber gar nichts, man muss nur aufpassen, dass man den oberen Bügel nicht komplett zunäht, da man sonst dem unteren Bügel den Weg versperren würde.

 

Bügel
Da man die Orange Underwires die Emerald für ihre Black Beauty Bras verwendet bei uns leider nicht beziehen kann (ich habe jedenfalls keine Quelle gefunden), habe ich alle möglichen Bügel auf die druckbare Vorlage gelegt und mich schlussendlich für den B4/Lila von Sewy entschieden. Der passte in Form und Länge am ehesten zu meiner Orange-Wire-Größe 38. Aber auch im fertigen BH sitzt der Bügel bei mir sehr gut und scheint sehr passend für den Schnitt.

Fazit/Passform
Ich habe die finale Version 3 vor zwei Wochen genäht und schon einige Male getragen. Und seither ist es mein aktueller Lieblings-BH, da er wirklich soooo perfekt sitzt und dazu auch wirklich bequem ist. Ich unterscheide ja eigentlich sehr gerne in Daheim-BH = Bralettes / ohne Bügel (fürs Wochenende; Home Office) und Ausgeh-BH = Bügel-BH (für alles andere: Büro, einkaufen, rausgehen halt 😉 ) Aber obwohl dieser BH ein Bügel-BH ist, trage ich ihn auch gerne daheim. Was wohl daran liegt, dass der BH rundherum so gut passt, dass ich die Bügel auch gar nicht spüre.
Wie wichtig die richtige Bügelform ist (nicht nur für den BH-Schnitt, sondern eben für die eigene Brustform habe ich schon während des The Great Bra Sewing Bee-Wochenendes gelernt, aber spätestens jetzt kapiert 🙂 Es lohnt sich also dran zu bleiben und sich damit zu beschäftigen.

Viele Grüße,