Der Weg zum perfekt passenden Black Beauty Bra aus Spitze (View B)…………Teil 1 von 3: Der Black-and-White Beauty Bra

Werbung – in diesem Beitrag nutze ich ausschließlich eigene Materialien und selbst gekaufte Schnitte, aber es werden Marken und You-Tube- Blog- und Instagramaccounts genannt und verlinkt

Die Inspiration
Als Emerald Erin den Black Beauty Bra im letzten Sommer rausbrachte, war dieser sofort sehr beliebt und es gab schnell einige Ergebnisse davon online zu sehen. Komischerweise war es bei mir nicht Liebe auf den ersten Blick und ich habe den Schnitt erstmal nicht gekauft. Es kann aber auch daran liegen, dass das Thema „BH nähen“ bei mir zu der Zeit einfach nicht präsent war. In diesem Sommer war das anders. Ich wollte wieder BHs nähen, ich brauchte dringend neue BHs und  vor allem wollte ich passende BHs haben. (Warum meine alten nicht mehr passten, hatte ich hier schon berichtet)

Ich fing wieder an mich für entsprechende Instagram accounts zu interessieren und da kam ich auch um den Black Beauty Bra nicht mehr herum. Nur, dass ich in dieses Jahr mit ganz anderen Augen gesehen habe. Plötzlich fand ich ihn überall schön. Meine Lieblings-Inspirationen:
(Die meisten davon führen auf Instagram-Accounts, steht aber jeweils dabei)

  • Der wunderschöne BH von Liz Sews (Link zum Instagramaccount) mit bestickter Spitze. Traumhaft! Die war wohl mal ein Kit bei Emerald Erin. Ich würd sie unheimlich gerne kaufen, leider gibt es sie nicht mehr. Also wer den Stoff noch mal irgendwo sieht oder Reste verkaufen möchte. Bitte unbedingt Bescheid sagen
  • Aus Viskose!! (Und Laminat) In einem Design von Rifle Paper Co., genäht von all.me.made (Link zum Instagramaccount) LOVE IT!!
  • Die coole Version von Muriel (Link zum Blogpost)
  • Dieser BH von sewnmyown ist perfekt kombiniert und sieht einfach nur edel aus (Link zum Instagramaccount)
  • Auch Sabrina hatte mir zu der Zeit noch mal von dem Schnitt vorgeschwärmt und betont, dass es aktuell ihr Lieblings-BH ist. Diese Version ist richtig toll (Link zu Instagram). Auch zu einem Bikini hat sie ihn schon umgewandelt.

Ende Juli kam dann The Great Bra Sewing Bee (Muriel hat darüber auf ihrem Blog berichtet) und da wurde der Schnitt auch in den allerhöchsten Tönen gelobt und auch mehrmals als „workhorse pattern“ erwähnt. Ich kam also wirklich nicht mehr drum herum und so ist er auch in meinem online-Einkaufswagen gelandet.

Weil ich so lange keinen BH mehr genäht hatte, hatte ich aber auch allergrößten Respekt davor den Black Beauty Bra zu nähen. Denn was ich ebenfalls schon von mehreren Seiten gehört habe, ist dass die Größentabelle bei den wenigsten gepasst hatte und der erste Versuch nach Tabelle eben nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat. Somit hab auch ich mich auf eine längere Tortour eingestellt.

Die Überschrift lässt es schon vermuten: Es ist mir am Ende geglückt. Ich beschreibe aber erstmal den ersten Versuch, den ich mitten im BRAUgust genäht habe und an Tag 17 schon mal halbfertig gezeigt habe (Link zum gemeimsamen instagramaccount mit Muriel: 500and5_brakmakingblog).

Der BRAugust gab mir übrigens auch den nötigen Anstupser den Schnitt anzugehen, obwohl ich kurz vorher ja eigentlich noch in der BH-Näh-Blockade war… Die war dann wie weggeblasen

Die Größenfindung
Obwohl ich die normale Variante (=ohne Laminat) nähen wollte, habe ich gestartet indem ich meine gemessene Größe 30 D als Laminatcup  genäht habe. Mit dem Ergebnis, dass dieser kleine Laminatcup nicht mal annähernd meine Größe war. Ich habe mich aber schrittweise hochgearbeitet und danach einen Cup in 32C genäht. Ok, schon besser, aber definitiv nicht meine Größe. Laminat-Versuch Nummer 3 war dann 34D. Das sah dann passend aus, sodass ich mit dieser Größe meinen ersten Versuch gewagt habe.

Version B – aus Spitze
Ebenfalls über The Great Bra Sewing Bee bin ich auf Liz Sews aufmerksam geworden. Sie hat nicht nur einen sehr inspirierenden Instagram-Account (siehe Link oben) sondern auch einen YouTube Kanal auf dem sie vor allem übers BH Nähen berichtet, Schnitte und Stoffe bespricht, aber auch eben auch einen Sew Along für den Black Beauty Bra veröffentlicht hat.

Ich hatte zuvor schon einen ersten Blick auf die Anleitung von Emerald geworfen und wurde nicht soooo warm mit ihr, obwohl sie sehr ausführlich ist und sie sehr viele Bilder enthält. Aber beim ersten Durchlesen hatte ich mich schon über manche Techniken gewundert, bzw. mich auch schon gefragt, ob es evtl nur ein Sprachproblem ist und ob ich ihre Anleitung ggf. an manchen Stellen falsch verstehe. Da ich sowieso neugierig auf Liz‘ Videos war, habe ich beschlossen meinen ersten Black Beauty nach ihrem Sew Along zu nähen und nicht nach Emeralds Anleitung. Und da Liz dort die Version B näht, wurde es auch bei mir diese Version, obwohl ich schon viele Ideen für Version A im Kopf hatte.

Die Stoffwahl
Ich hatte von vornherein gelesen, dass dieser Schnitt für nicht-dehnbare Stoffe ausgelegt ist. Davon hatte ich aber kaum etwas im Bestand. Und überhaupt hatte ich gefühlt kaum noch BH-Materialien, aber das ist ein anderes Thema….

Ich habe tief im Bestand gewühlt bis ich Spitze gefunden habe die nicht dehnbar ist. Das Problem nur: Die Spitze mit Bogenkante (die für die Obercups benötigt wird) war nicht hoch genug für das seitliche Schnittteil (die Powerbar). Und die nicht-dehnbare Spitze die hoch genug war, hatte keine Bogenkante. Also habe ich schlussendlich diese beiden Spitzen kombiniert. Da beide Muster mit schwarzem Lining nicht gut zur Geltung kamen, entschied ich mich für ein weißes Lining. Beim Zubehör hab ich dann auch Schwarz und Weiß gemixt und verwendet was halt noch im Bestand war. Somit entstand dann der „Black-and-White Beauty Bra! 😉

Für das Lining Powernet zu nehmen war allerdings ein Fehler. Im Video kam so oft das Wort Powerbar vor, dass ich irgendwie gedacht habe diese müsste mit Powernet hinterlegt sein.

Übrigens: Erst viel später habe ich bemerkt, dass der Hinweis „nicht- bis kaum dehnbar“ nur für Variante A gilt…..

Das Nähen
Die Videos von Liz Sews sind großartig. Sie beschreibt und zeigt alle Schritte wunderbar. Man erfährt alles was man wissen muss und sie erklärt auch bei allen Schritten, wenn sie etwas anders macht als in der Anleitung und warum sie es anders macht. Und es macht in allen Fällen sehr viel Sinn. Meist hat es zur Folge, dass ihre Nahtzugaben damit verdeckt sind und irgendwas sauberer gearbeitet ist als in der Originalanleitung. Sie zeigt und erklärt wie sie was näht (auch Stiche und ihre Nähmaschineneinstellugnen), das Nähen selber sieht man dann auch, es läuft aber im Schnelldurchlauf. Das mag ich sehr!! Bei Liz werden außerdem Nähte zurückgeschnitten, abgesteppt, knifflige Stellen erwähnt und wie man sie meistert. Mir war das alles nicht neu, erinnerte mich aber rechtzeitig daran dies auch zu tun. Für Anfängerinnen sind diese Tipps wahrscheinlich Gold wert, denn in der Anleitung bekommt man viele davon nicht. Ich will die Anleitung nicht schlecht machen. Ich weiß, dass viele davon begeistert sind und sehr viele damit ihren ersten BH genäht haben. Aber mir kommt es tatsächlich so vor, als hätte Emerald die Anleitung auch extra für Anfängerinnen geschrieben die sich darauf konzentrieren sollen den BH einfach mal zu nähen, ohne ihn eben besonders perfekt oder sauber (und eben mit versteckten Nahtzugaben usw) zu nähen.

Wann immer ich bisher einen neuen Schnitt genäht habe, habe ich etwas mir unbekanntes dazu gelernt. Hier habe ich mich eher von der Anleitung zurückgeworfen gefühlt. Nichts desto trotz bleibt dies eine verständliche Anleitung und ein genialer Schnitt. Also nicht falsch verstehen. Nur weil ich schon schon viele BHs genäht habe, fragte ich mich eben mehr als einmal ob man dass denn nicht hätte schöner verarbeiten können, mit einer anderen Nähtechnik. Liz hat das ja zum Glück alles geändert, sodass ich bei meiner ersten Version gar nicht umdenken musste. Das einzige was mir auch aus dem Video nicht klar wurde und was mich leider auch in die Irre geführt hat: Emerald erklärt nirgendwo wieviel Zug man wo bei den diversen Gummibändern geben muss. Also hab ich einfach gemacht wie immer. Auch bei der Zierlitze an der Powerbar, die habe ich mit ganz wenig Zug angenäht. Leider darf man keines der Bänder überhaupt mit Zug annähen. Das wird nur leider nicht erwähnt. Mir war nicht klar, dass die Anleitung deshalb nirgendwo den Zug erwähnt, weil es nirgendwo welchen gibt. Weil ich keinen einzigen BH-Schnitt kenne, bei dem das nicht angewendet wird. Hier hätte mir also ein Vermerk in die Richtung sehr geholfen. Für meine Powerbar hieß das leider, dass sie mir dort in die Brust drückte. Also nicht spürbar, aber leider sichtbar.

Am Obercup wird laut Anleitung Clear Elastic (das hier als Framilonband ja sehr bekannt ist) angenäht. Ich habe das zunächst nicht gemacht, da Liz im Video sagte es sei bei ihr nicht nötig und noch wichtiger: weil ich keines hatte 🙂

Eine erste Anprobe mittendrin ergab aber, dass ich es brauchen werde. Der Obercup ist nicht genug ausgefüllt und liegt nicht an. Ein Framilonband wird das Problem nicht richten können, könnte aber helfen, dass aus einem Probe-BH dennoch ein tragbarer Probe-BH wird. Somit hab ich das Projekt erstmal wieder unterbrochen, bis ich den Bestand aufgefüllt habe.

Anprobe/Ergebnis
Als ich dann später den fertigen BH anprobierte, sind mir zwei Dinge aufgefallen:

1. Ich mag das Gefühl des Framilonbandes direkt auf der Haut gar nicht. In Kombination mit der Naht des Zick-Zack-Stiches hat es sich leider auch kratzig angefühlt

2. Der Obercup lag nun vollständig an, aber nur, weil ich (sieh oben schon erkanntes Problem) ordentlich Zug drauf gegeben habe. Dadurch hatte ich nun einige Falten im Obercup (eben weil oben nicht ausgefüllt, aber anliegend)

Das war aber nicht weiter schlimm. Es war mein erster Versuch, ich wusste, dass es sicher nicht auf Anhieb passen wird und war sogar froh, dass der BH dennoch tragbar ist. Ich war also weiterhin motiviert mich Schritt für Schritt der richtigen Passform zu widmen.

Davon erzähle ich dann aber im nächsten Beitrag für den Black Beauty BH No.2.

Viele Grüße,

2 Kommentare zu “Der Weg zum perfekt passenden Black Beauty Bra aus Spitze (View B)…………Teil 1 von 3: Der Black-and-White Beauty Bra

  1. Danke für deinen ausführlichen Bericht. Mich interessiert der Black Beauty Bra auch, aber ich kann mich momentan nicht so recht aufraffen, einen Bügelbh zu nähen, da mich die Bügel seit einiger Zeit drücken. Das war vor ein paar Jahren noch nicht so der Fall. Ich müsste mich vermutlich erst durch verschiedene Bügel und Schnitte kämpfen, aber da ist gerade mein Kopf etwas zu belastet… Vielleicht motivieren mich dein Bericht und deine Links doch noch spontan…
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Kommt es evtl auch auf den richtigen Bügel an? Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer Freundin, die mir sagte, dass sie nicht zwischen Alltags-BH und Daheim-BH unterscheidet. Bei mir waren Daheim-BHs lange die ohne Bügel. Selbst die von denen ich dachte sie sitzen gut, waren mir fürs Wochenende (oder Home Office) nicht bequem genug. Ihre BHs aber schon…. Seit ich mich noch mal mit meiner Größe und auch mit den dazu passenden Bügeln beschäftige, merke ich langsam was sie meint…. Das sind oft nur so kleine Nuancen die den perfekten Sitz des BHs ausmachen oder aber evtl dafür sorgen, dass der Bügel unangenehm scheint.
      Gerade für den Black Beauty Bra habe ich mir in letzter Zeit jeden erdenklichen Bügel bestellt, der mir unter die Finger kam, denn den Bügel (Orange Wires) den Emerald nimmt, gibt es bei uns nicht. Schreib mich gerne an, wenn du mehr Infos willst oder aber Hilfe oder Motivation für den Black Beauty.
      Bei den Schnitten ohne Bügel hat Muriel gerade einen neuen für sich gefunden (Iris Bralette, sie hat einen Blogpost drüber geschrieben) und ich teste gerade den Maris Bralette. Die Infos folgen dann als nächstes 🙂
      Viele Grüße, Melanie

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