Morris Blazer in Curry

Morris-Blazer_Grainline-StudioHeute brauche ich mal ganz viel Hilfe von allen, die schon mal den Morris Blazer von Grainline Studio genäht haben. Ich habe meine erste Version dieses Schnittes genäht und bin auf ein paar Probleme gestoßen von denen ich gerne wissen würde wie ihr das gelöst habt. Aber mal von vorne:

Meinen Jacquard in „Curry“ habe ich online bestellt. Leider ist der Stoff wesentlich fester als ich erwartet habe. Jacquard ist also auch nicht gleich Jacquard… Wieder was dazu gelernt. Ich war richtig enttäuscht von der Haptik als er (nach sehr langer Lieferzeit) bei mir eintraf. Zur Strafe musste er erstmal ins Stoffregal und wurde ein paar Monate ignoriert.

Die Farbe fand ich allerdings die ganze Zeit schön und beschloss daher, dass er einen guten Morris abgeben könnte. Da ich eh keine Einlage im Haus hatte, ist die Festigkeit des Stoffes evtl. doch für etwas gut.

Zufrieden bin ich allerdings nicht. Das liegt jetzt nicht allein am Stoff oder an der fehlenden Einlage… Es ist ein bisschen was von allem.

Morris_Blazer_Grainline_Studio

Größe / Passform:
Ich habe Größe 6 genäht, muss aber sagen, dass sich der Blazer insgesamt etwas groß anfühlt. Sollte es einen zweiten Versuch geben dann wohl eher in Größe 4.

Änderungen:
Die Ärmel habe ich verlängert, da die Ärmellänge aus dem Schnitt für mich irgendwie nix Halbes und nix Ganzes ist. Sie ist im Original eher 7/8 als 3/4 und ich finde das sieht aus wie aus Versehen zu kurz geraten. Daher habe ich also verlängert. Mit dem Ergebnis, dass meinem Blazer nun die Sportlichkeit und Lässigkeit fehlt, was meiner Meinung nach die Kombination aus falscher Größe und langen Ärmeln ausmacht. Für den nächsten Versuch werde ich daher wohl die Ärmel kürzen statt verlängern.

Die Anleitung / das Nähen:
Von der Anleitung im Ganzen war ich anfangs begeistert und alles lief wie am Schnürchen. Beim Nähen kamen sowohl meine Overlock als auch meine Nähmaschine zum Einsatz. Für beide hatte ich glücklicherweise farblich sehr passendes Garn im Bestand. Obwohl die Garnrolle für die Nähmaschine wirklich sehr klein war und ich etwas bangen musste ob sie bis zum Schluss reicht. Aber alles gut.

Morris-Blazer_AermelFür die Ärmel habe ich wie in der Anleitung vorgesehen erst die Seitennaht geschlossen, die Ärmeloberkante zweireihig geheftet, den Ärmel eingesetzt und dabei gerafft, so dass er sich dem (kleineren) Ärmelausschnitt anpasst. Das funktionierte tadellos, aber das Ergebnis sind leichte Puffärmel. Sie sind nicht aus jeder Ansicht so stark sichtbar, hinten ist auch weniger gerafft. Aber dennoch muss ich leider sagen, dass mir sowas überhaupt nicht gefällt und ich würde den Puffärmeleffekt gerne beim nächsten Mal vermeiden, weiß nur leider nicht wie. Ich frage mich auch generell warum ein sportlicher Sweatblazer-Schnitt überhaupt so konstruiert wurde, dass die Ärmel gerafft werden müssen.

Zum ersten Mal ins Stocken geriet ichBlende, als ich die Saumblende an die Vorderblende nähen sollte. Mir erschloss sich aus dem Bild in der Anleitung kein bisschen wie ich das nun legen muss. Hier hab ich zum ersten Mal den Sew Along aufgerufen. Zur Vorbereitung sollte man die Vorderblende zunächst einen ½ inch breit umbügeln. Für die Saumblende gilt dieser Schritt ebenfalls. Dann jedoch wird die Saumblende und Vorderblende aufgeklappt übereinander gelegt. dieser entscheidende Hinweis fehlte mir, aber auf den Bildern des Sew Alongs war das besser sichtbar.

 

Nach diesem Schritt hat sich wieder alles wunderbar gefügt und ich war begeistert wie gut die zusammengenähten Blenden am Ende an Vorder- und Rückteil passen. Kein Gezuppel, kein Ausgleichen oder Ziehen nötig, alles einfach stecken und nähen. Und dabei auch noch eine tolle Innenansicht:

Morris-Blazer_Blende

Beim Blick auf den Sew Along fiel mir übrigens auf, dass Jen hier bereits ein paar zugeschnittene Teile mit der Overlock versäubert hat. Das macht total Sinn an manchen Stellen, da sie später nicht zwingend oder nicht vollständig eingefasst werden. Je nachdem wie sehr man die Anleitung befolgt oder aber wie gut man sie versteht ;o) Nur steht dieser Hinweis leider gar nicht in der Anleitung, hier werde ich mir also noch Notizen machen. Ich drucke mir allerdings Anleitungen die ich als PDF Booklet besitze nie aus, lege stattdessen nur mein Tablet daneben. Notizen / Gedanken die direkt beim Nähen entstehen landen daher leider nicht bei der Anleitung selber….Wenn überhaupt landen sie auf Schmierzetteln die später auf mysteriöse Weise verpuffen. Grmpf… dafür muss ich mir auch mal dringend ein System überlegen. Ich muss aber auch sagen, dass Jen eine so durchdachte Lösung für den Kragen und Saum verwendet, dass am Ende gar nicht viele Nähte sichtbar bleiben. Hier habe ich vorher gar nicht viel nachgedacht, sondern einfach Schritt für Schritt der Anleitung gefolgt und mich später gefreut wie alles perfekt eingefasst und Nähte somit versteckt werden. Die Innensicht kann sich also sehen lassen.

Morris-Blazer_Kragen

Für die Naht unter dem Kragen wäre es aber wohl schöner gewesen wenn ich hier mit Schrägband versäubert hätte. In der Anleitung wird lediglich erwähnt „Now finish your shoulder seams as desired, then clip and grade the back neck seam allowance“. Ich bin hier lediglich mit der Zick-Zack-Schere ans Werk und hab die Naht damit rundherum gekürzt. Später am Abend als ich über Instagram nach weiteren Bildern des #morrisblazer gesucht habe, hab ich ein paar wenige Blazer mit Schrägbandversäuberung gesehen, das sieht etwas “sauberer” aus. Na gut.. Nächstes Mal vielleicht.

Bei den Ärmelabschlüssen stand ich dann vor der Frage: Covern oder Ärmelsäume verwenden? Da sie eh schon zugeschnitten waren, wollte ich dann lieber weiterhin der Originalanleitung folgen. Aber hier stand ich dann schnell wieder auf dem Schlauch. Wo wandern denn die offenen Kanten hin? Aus der Anleitung wurde ich wieder nicht schlau, also doch noch mal Sew Along aufgerufen und danach genauso ratlos: was nun? Doppelt einschlagen? Das wird doch richtig dick. Und sieht auch irgendwie komisch aus, wenn man außen alles clean hält, innen aber so eine richtige Wulst entsteht… Außerdem bin ich mit der Vorstellung da ran gegangen, dass man später außen keine Naht sehen wird. Aber wie zum Henker das gehen soll hab ich zu mittlerweile später Stunde wieder nicht kapiert. Mein Ergebnis sieht nun so aus

Morris-Blazer_Aermel

Ich bin nicht zufrieden, denn – wie man beim dritten Bild sieht – beim Anziehen kommt das immer halb mit raus, ist ja nur reingeklappt. Aber wenn es doch so gedacht wäre, dass man noch mal drüber näht und damit die Naht von oben auch sichtbar wäre, dann hätte ich mir doch den ganzen Saum sparen können und einfach einklappen und covern können??
Hier hoffe ich sehr, dass irgendjemand mein Problem versteht und mir erklären kann wie das eigentlich gemacht wird.

Morris-Blazer_offene-BlendeUnd mein letztes Problem: Die Vorderblenden bleiben nicht da wo sie hingehören. Ich bilde mir ein dass sie trotz fehlender Einlage sehr schön liegen. Aber sie bleiben halt nicht wo sie sind, klaffen auf beim Anziehen und teilweise bei Alltagsbewegungen. Ich habe versucht mit ganz leichten unsichtbaren Stichen die Blende am Vorderteil zu befestigen. Es waren an dieser Stelle anschließend doch kleine Knubbel zu sehen, daher hab ich es doch wieder aufgetrennt. Mit dem Ergebnis, dass nichts dort bleibt wo es ist. Wie macht ihr das? Es sollte schon eine Lösung her die auch die nächsten Wäschen überstehen wird. Ein ständiges Gezuppel und Zurechtlegen find ich nicht so schön.

 

Tragegefühl / Fazit:
so la la. Vor allem innen ist der Stoff kein bisschen weich, da ist man ja von diversen angerauten Sweatstoffen schöneres gewohnt.
Meine anfängliche (Vor-)freude auf einen Sweat-Blazer ist nun leider ordentlich getrübt. Eigentlich ist das Näh-Ergebnis wirklich zufriedenstellend. Aber der Praxistest nach ausführlichem Tragen im Büro überzeugt mich noch nicht so richtig.

 

Morris-Blazer_Grainline-Studio

 

Geplante Änderungen für den nächsten Blazer:

  • Schrägbandversäuberung?
  • Größe 4 statt Größe 6
  • Ärmel diesmal kürzer (statt länger) als im Originalschnitt
  • Die Ärmelblenden evtl. weglassen und nur einschlagen und covern.
  • Ärmel ohne „Puffärmeleffekt“
  • auch gleich die Schulternaht versetzen??

 

Meine Fragen an euch zusammengefasst:

  • Wie löst ihr das Aufklappen der Vorderblende?
  • Wie näht man den Ärmelsaum richtig, so dass er innen bleibt und von außen keine Naht sichtbar ist? Geht das überhaupt?
  • Wie vermeide ich die Puffärmel? Kann ich die Ärmel so anpassen, dass sie bereits ohne das Einreihen die perfekte Größe zum Armloch haben? Vermeide ich dadurch schon das „puffige“?
  • Kann ich in einem Schritt die Schulternaht versetzen und wenn ja: wie? Und: sollte ich das überhaupt?

 

Ich hoffe die heutigen Me Made Mittwoch Leser können mir helfen. Über Tipps von euch würde ich mich sehr doll freuen!!

Viele Grüße,
Melanie

14 Kommentare zu “Morris Blazer in Curry

  1. Hallo Melanie!
    Mein Tip für den Ärmel. Die Mehrweite wird nicht gerafft sondern nur eingehalten und auch über eine größere Strecke. Insbesondere am oberen rückwärtigen Teil. Dort braucht man auch die Bewegungsfreiheit. Warum allerdings bei einem Sweatblazer soviel Mehrweite vorgesehen ist, erschließt sich mir nicht!
    LG Monika

    1. Liebe Monika,
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Es ist mir ja etwas peinlich, aber bisher kannte ich den Unterschied zwischen raffen und einhalten wohl nicht und dachte das was ich gemacht habe sei tatsächlich so gemeint… Ich werde also nun das richtige “einhalten” lernen 🙂
      Viele Grüße, Melanie

  2. Hallo Melanie!
    Ich habe den Morris zweimal genäht, und ich habe beide Male die Vorderblende einfach festgenäht. Meine beiden Morris sind schwarz, da fällt das kaum auf, ausserdem habe ich beim zweiten Morris alle Nähte abgesteppt, da rangiert das dann unter Design 🙂
    Den Ärmel ohne Naht sichtbare Naht zu nähen dürfte schwierig sein, und ist so auch nocht vorgesehen. Du nähst den Ärmelbeleg an und steppt den Beleg danach auf der Nahtzugabe fest. Dann klappst Du den Beleg ein und legst die offene Kante um und steppst diese fest, die ist dann sichtbar.
    Die Ärmel ließen sich bei mir problemlos einreihen und festnähen, da pufft nichts. Eigentlich war ich begeistert, wie gut das passte. Möglicherweise ist bei Dir das einreihen nicht optimal gelaufen. Die Mehrweite wird nur eingehalten, nicht gerafft.
    Über die etwas überschnittenen Schulter scheinen sich viele Morris-Näherinnen zu ärgern, das soll aber offenbar so sein. Ich mochte es bei meinem ersten Morris auch nicht, und habe das beim zweiten Morris geändert. Google mal nach “narrow shoulder adjustment”, im Prinzip wird die Schulter dann weniger breit und sitzt dadurch besser (ich hoffe, das ist die Änderung, die Dir vorschwebte).
    Mir fiel noch Dein Kragenproblem auf, ich erkenne es nicht genau, aber ich habe da keine offene Kante, meine ich. Der Kragen ist bei mir an der Stelle festgenäht, also Kante Beleg überdeckt Naht. Das müsste ich mir bei Bedarf aber nochmal zu Hause ansehen.
    Nichtsdestotrotz finde ich Deinen Morris Blazer sehr hübsch und tragbar! Man ist manchmal mit sich selber so streng, so genau schaut niemand anderes hin. Also mach Dir nicht so viele Gedanken und trage das schöne Teil!
    Falls noch Fragen zu Morris offen sind bin ich gerne behilflich 🙂
    LG Lexi

    1. Liebe Lexi,
      vielen lieben Dank für deinen langen, ausführlichen Kommentar. Es ist gut zu wissen, dass ich das mit den Ärmeln einfach falsch verstanden habe. Mich hätten die Nähte dort ja auch gar nicht gestört, da ging es mehr ums Prinzip, dass ich verstehen wollte wie sie das nur meint :o) Also werde ich evtl beim nächsten Mal einfach drüber covern.
      Die Sache mit dem einhalten / einreihen muss ich mir erstmal genauer anschauen, da hapert es noch am Grundverständnis, das hab ich wohl generell noch nie gemacht. Werde ich dann aber einfach lernen.
      Ach und im Anschluss lerne ich dann auch gleich wie man die Schulter verschmälert. Es stört mich jetzt gar nicht dolle bei dem Morris, hier würde ich einfach gerne wissen wie man es denn machen müsste, wenn man denn wollen würde ;o)
      Beim Kragen hab ich ehrlich gesagt später auch drüber nachgedacht, ob ich das nicht vielleicht falsch gemacht habe und oben alles hätte eingefasst werden müssen… Ich seh schon, um einen zweiten komme ich nicht drumherum.
      Dank dir sehr für deine Hilfe und deine lieben Worte!!
      Viele Grüße, Melanie

  3. Hallo Melanie,

    so auf den Fotos sieht der Blazer auf jeden Fall sehr schön aus. Das Problem mit der doch argen Mehrweite an der Armkugel hatte ich nicht, Bei mir ließen die sich gut einhalten, Allerdings empfinde ich sie doch als recht eng, wenn man noch nen Langarmshirt oder so drunter ziehen will. Ich hab etwas den Verdacht, dass da evtl. die Größenanpassung nicht so optimal ist. Also die Ärmel für kleine Größen eher zu viel Stoff haben und für große dann tendenziell etwas zu wenig. Für meinen zweiten hab ich dann ein bisschen Weite zugegeben. Deswegen ist aber bei mir auch nicht viel mit Ärmelaufschläge hochkrempeln. Ich hab die Ärmelblenden einfach durchgesteppt. Evtl. würd ich mir jetzt was eleganteres Überlegen, aber der Blazer ist ja eher sportlich. Den inneren Kragenteil hab ich von Hand an die Nahtzugabe im Halsausschnitt angenäht. Das sitzt so gut und man sieht keine offenen Kanten innen. Insgesamt war ich sehr begeistert, wie dieses eher labberige Teil durch das Einsetzen des verstärkten Belegs innen auf einmal richtig Struktur bekommen hat. Bei nem festen Stoff ist der Effekt evtl nicht so dramatisch, aber bei normalem Sweat würde ich auf keinen Fall auf eine Einlage verzichten.
    Die Schulternähte habe ich beim zweiten Morris auch verkürzt, weil mir die zu weit waren. Wegen dem aufspringendem Revers muss ich nochmal schauen. Auf Anhieb wäre es mir aber nicht negativ aufgefallen. Ich hab die Blazer bisher nicht so viel getragen, weils noch zu kalt für Shirt mit nur Jäckchen ist. Aber ich werde berichten :-).

    Viele Grüße,
    Annegret

    1. Hi Annegret,
      am Abend, als mein Morris schon fertig war, hab ich dann auf Instagram auch wieder deine Versionen entdeckt.
      Als ich meine Ärmel zugenäht habe hatte ich auch erst die Befürchtung dass sie ganz schön schmal sind. Aber das täuschte in meinem Fall zum Glück.
      Den hinteren Kragenteil hab ich auch per Hand festgenäht, das ging sehr gut und das sieht man auch kaum. also hinten bleibt definitiv alles da wo es sein soll. Nur vorne nervt sehr. Aber da hat wohl noch niemand eine gute Lösung gefunden außer drüber nähen und sichtbare Nähte in Kauf nehmen.
      Den nächsten Morris werde ich dann auch brav mit Einlage versehen. Muss eh dringend mal wieder etwas für den Vorrat kaufen. Wenn du noch Tipps gegen ein aufspringendes Revers hast: immer her damit.
      vielen Dank schon mal für deine Hilfe!!
      Liebe Grüße und bis bald 😀
      Melanie

      1. Hallo Melanie,

        also ich glaub den gesamten Beleg einfach anzunähen, auch wenns unsichtbar ist, wäre eher kontraproduktiv. Kannst du dir vorstellen, so ähnlich wie bei einem frei hängenden Futter einfach so ein paar kleine french tacks zu machen? Die halten es dann nur punktuell am Platz, aber es kann sich alles noch gut bewegen. Könnte allerdings etwas friemelig sein, die zu machen.

        Viele Grüße,
        Annegret

  4. Liebe Mel, mir gefällt Dein Morris-Blazer sehr gut. Lexi hat Dir schon geschrieben, was auch ich zu sagen hätte. Den Puffärmel würde ich wahrscheinlich noch einmal abtrennen und eingehalten einnähen. Julia von Sewing Galaxy hat das einmal sehr schön gezeigt. Ich freue mich auf Samstag!
    Liebe Grüße, SaSa

    1. Dankeschön SaSa. Ob ich den jetzt wirklich noch mal auftrenne, weiß ich nicht. Dafür stimmen zu viele Kleinigkeiten nicht. Ich denke ich werde es dann einfach bei der nächsten Version besser machen.
      Ich freue mich auch sehr!! Bis Samstag,
      Mel

  5. Hallo Mel,
    ich hab ja inzwischen schon 2 genäht und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Größe 4 sitzt bei mir ganz gut, die Schultern sind aber glaube ich mit Absicht ein bisschen breiter gehalten. Ich finde bei dir sieht er jedenfalls nicht zu groß aus, denke aber für den nächsten auch, dass 4 für dich gut wäre.

    Ich hab die Ärmel gar nicht eingehalten, ich hab sie einfach Hoodielike eingenäht und dann die gesamte Seitennaht geschlossen. Hatte damit auch keine Mehrweite zum verteilen (siehe hier: http://vervliestundzugenaeht.de/2015/09/morris-blazer.html). In dem Post sieht man auch die Ärmelbelege, die ich kantengesteppt, umgeklappt und dann von außen festgenäht habe.
    Bezüglich aufklappen: ja, das Problem hab ich auch, hab auch keine Lösung. Ich habs mit festkleben versucht, hat aber nur eine Wäsche gehalten und sah auch irgendwie komisch aus, festnähen wollte ich nicht, das sieht man bei meinen uni-farbenen Stoffen zu sehr.
    Als Stoffwahl finde ich Romanit super, das hat ein bisschen Stand, ist schön bequem und sieht nicht zu unschick aus. Allerdings gibt es auch nicht besonders warm. Schade für den Winter. Die Ärmel hatte ich beim zweiten (http://vervliestundzugenaeht.de/2016/03/morris-blazer-no-2.html) auch verlängert, wobei mir der gleiche Gedanke kam: sieht nicht mehr ganz so lässig aus, wie der erste.
    Bezüglich Kragen: bei mir verdeckt der Kragen die offene Naht im Nacken. War aber ein bisschen Gefriemel, bis es endlich hingehauen hat.
    Insgesamt find ich deinen aber super, die Farbe steht dir gut und auf den Fotos schauts toll aus. Aber ich kann verstehen, dass dich die Punkte stören. Ich würde meinen deutlich häufiger tragen, wenn das Aufklappproblem nicht wäre. Fürs Büro mag ich ihn aber trotzdem, im Sitzen passiert da ja nicht so viel 😉
    Lieb Grüße, Nina

    1. Dankeschön Nina,
      Ich denke ich werde erst das richtige Einhalten probieren und erst wenn das auch nicht klappt die Version probieren. Das man über die Ärmel einfach drüber nähen kann ist beruhigend zu wissen. Das hätte mich auch optisch gar nicht gestört, war nur davon angefixt es ohne sichtbare Nähte zu machen, weil ich dachte das soll so ;o)
      Es freut mich jedenfalls sehr, dass er trotzdem gefällt. ich war nämlich später doch noch mal unsicher, ob das Curry nicht irgendwie zu einheitlich mit blonden Haaren und heller Haut ist…..
      Den Kragen werde ich ebenso beim nächsten Mal auch noch mal angehen und versuchen alles einzufassen.
      Jetzt muss mir erstmal wieder ein toller Stoff über den Weg laufen für die nächste Version.
      Viele Grüße, Mel

  6. Sehr schön und herrlich lässig ist Dein Morris Blazer. Zu Deinen Fragen kann ich nicht viel beitragen. Bei so griffigem Stoff wie Sewat lassen sich Säume auch fast unsichtbar mit dem blindstich nähen. Das funktioniert auch am Ärmel. LG Kuestensocke

    1. Danke dir. Das macht gar nichts, dass du nicht helfen kannst, ich freue mich trotzdem sehr über deinen Kommentar. Ich glaube das meiste wurde mir nun auch schon gesagt und ich weiß wie ich den nächsten noch besser machen kann. Bei den Ärmeln wäre Blindstich tatsächlich ne Möglichkeit gewesen das stimmt.
      Viele Grüße!

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