Lauf-Outfit: Stride Athletic Tights und Athena Tank

Ich mache ausnahmsweise noch einmal mit einem Sportoutfit beim Me Made Mittwoch mit. Aber das ist hier einfach gerade die Realität: Sport, insbesondere das Laufen ist seit 2 Jahren nicht mehr wegzudenken aus meinem Alltag. Und gerade zur jetzigen Zeit, bei der vieles andere einfach mal kurz ausgeschaltet wurde, ist das Laufen (alleine) weiterhin machbar und für mich wichtiger denn je. Fürs Immunsystem natürlich. Aber vor allem natürlich für das innere Gleichgewicht, zum Abschalten, aber auch Auspowern, für ein Stück Beständigkeit und Normalität, für die nötige Frischluft und und und…

Zum anderen zeige ich euch heut aber genau dieses Outfit, weil ich tatsächlich lange Zeit nicht zum Nähen kam und nichts außer Sportkleidung genäht habe….
In meiner Urlaubswoche (letzte Woche) kam ich erstmals zu anderen Projekten, aber davon gibt es noch keine Tragefotos. Daher zeige ich heute eine Kombination zweier amerikanischer? Schnittmustershops die sich zum größten Teil auf Sport-Schnittmuster spezialisiert haben.

Zuerst genäht habe ich die “Stride Athletic Tights” von Greenstyle Creations:
Genäht habe ich Größe D

Den Stoff habe ich nur durch einen Tipp von Sandra (Rehgeschwister) entdeckt: Es ist Italian Matte Lycra von Fabworks (UK) in den Farben Raisin und Caramel. Die Bestellung war kaum raus, da war der Stoff schon versandt und am übernächsten Tag auch schon bei mir. Da hab ich nicht schlecht gestaunt. Die Versandkosten nach Deutschland waren auch sehr günstig. Aber der Stoff ist ein Traum. Er ist blickdicht (selbst wenn er sich sehr dehnt), fühlt sich sehr toll und sehr hochwertig an. Einziger Nachteil: Er ist leider etwas warm. dazu später mehr.

Der Schnitt sieht vorne im Bund versteckt eine kleine Tasche vor. Für Schlüssel, Geld, Taschentücher oder was halt so mitgenommen wird beim Laufen. Ich hätte bei offenen Taschen aber immer Angst meinen Schlüssel zu verlieren (obwohl das eigentlich unwahrscheinlich ist, aber vielleicht muss ich mal die Schnürsenkel binden und merke dann nicht, wenn der Schlüssel rausrutscht?? Ich will da lieber keine Risiken eingehen und habe mir ein kleines Reißverschlussfach zusätzlich eingefügt.

Seitlich hat der Schnitt auch 2 Taschen, die nutze ich aber eigentlich nie. Mein Handy mag ich dort erstrecht nicht, das fühlt sich einfach schwer und komisch an es seitlich am Bein zu tragen. Ich glaube auch nicht, dass man dabei einen guten, gleichmäßigen Laufstil behält. Ich habe ja mittlerweile schon einige Varianten testen können. Am Besten fühlte sich einfach die Version an, die Jalie für die Cora Running Tights entwickelt hat. Ich habe es in meinem damaligen Blogpost genau beschrieben, zeige jetzt nur noch ein Bild zur Erinnerung, weil man das auf dem Foto meiner neuen Hose gar nicht so gut erkennt. Die Schnittteile der Cora konnte ich nicht verwenden (außerdem habe ich mittlerweile eh ein Handy mit anderen Maßen), aber das Prinzip ist das gleiche und die Schnittteile für den Bund waren entsprechend schnell angepasst und in den Bund der Stride Athletic Tights integriert.

Das Handy kann jederzeit einhändig herausgenommen und wieder hineingesteckt werden. Eine kleinere Öffnung und ein Gummiband sorgen dafür, dass das Handy sicher verstaut ist und nicht herausfallen kann. Aber das Beste ist: Es stört beim Laufen kein bisschen. Ich füge das mittlerweile bei allen Schnitten hinzu, wähle dafür oft den etwas höheren Bund und auf dieser Höhe ist es sogar noch angenehmer zu tragen. Anfangs hab ich mir beim Laufen sogar zwischendurch auf den Rücken fassen müssen um zu schauen ob es noch da ist 😉 weil ma es einfach kaum spürt. Naja, in der Regel zeigt mir ja meine noch laufende Musik / der Podcast für den ich das Handy u.a. dabei habe, dass mein Handy noch da ist. Bluetooth-Köpfhörer-sei-Dank!!

Ich laufe übrigens mittlerweile mit open-ear-Kopfhörern. Also welchen die nicht auf dem Ohr oder im Ohr sitzen, sondern nur daneben. “Bone conduction” nennt sich das und die Musik wird über den Knochen geleitet. Das ist ziemlich genial und der Klang deutlich besser als erwartet. Sog. Micki-Maus-Hörer mochte ich noch nie und zum Laufen kann ich sie mir gar nicht vorstellen. In-ear-Hörer sind nicht sonderlich praktisch, wenn man die Umwelt um sich herum noch wahrnehmen möchte. Sowohl die zwitschernden Vögel als auch den Trecker der plötzlich zu nah an einem vorbeifährt (Herzinfarktgefahr, wenn man ihn nicht schon vorher hört…)

Aber nun zum Shirt: Das “Athena” Tank von New Horizons Designs:
Genäht habe ich Größe 4

Es gibt da mehrere Möglichkeiten wie die Rückansicht gestaltet werden kann, die Varianten sieht man hier
Mein Ergebnis sieht zwar auf den ersten Blick gut aus, sitzt aber nicht sonderlich gut, was vor allem in der Nahansicht (und wenn der Zopf nicht im Weg ist) sichtbar wird: Es liegt alles nicht so schön an (vor allem bei der oberen Überlappung) und zieht überall Falten. Dabei ist es mir eigentlich nicht zu klein. Evtl liegt es daran, dass ich Powernet für den oberen Rückenausschnitt gewählt habe..? Ich muss mal schauen wie sich das bei einem zweiten Versuch mit einem anderen Stoff verhält.

Außerdem fällt mir auf, dass ich nun dringend einen passenden Sport-BH nähen muss, bei dem der Rückenausschnitt besser zur Geltung kommt. Evtl einen bei dem ganz viele Straps zusammenlaufen..? Das habe ich bisher aber nur bei Tops gesehen, die dann komplett über den Kopf gezogen werden. So schön die auch meist sind, so unpraktisch sind sie beim An-und Ausziehen und Halt geben auch die wenigsten. Habe also noch keine Idee wie ich das in einen Sport-BH mit Verschluss integriere. Mein absoluter Lieblings-Sport-BH ist ja der Endurance Bra mit dem Reißverschluss vorne! Die beiden Varianten die ich habe trage ich rauf und runter, da muss dringend Nachschub her.

Ich hatte es schon angedeutet: Die Leggings/Tights sind für mich persönlich für zweistellige Temperaturen schon zu warm. Der Stoff ist schön weich, wärmt aber auch entsprechend. Nachdem die Fotos letzte Woche Freitag am frühen Nachmittag entstanden sind, bin ich bei 12 Grad und strahlendem Sonnenschein Laufen gegangen (siehe Fotos ganz oben im Banner). Das sind für mich beim Laufen bereits Hochsommer-Temperaturen, bei denen ich dann tatsächlich schon im ärmellosen Top und eigentlich kurzer Hose unterwegs bin. Mir war also eher zu warm bei dem Lauf.
Heute konnte ich in der Mittagspause laufen gehen, hatte erneut diese Hose an, zusammen mit dem Merino-Shirt, das ich hier vorgestellt habe.  Die Hose war die richtige Wahl, das Langarm-Merino-Shirt bei 6° aber schon wieder grenzwertig. Nach 2 km war mir bereits wieder zu warm (auch die farbliche Kombination war eher grenzwertig, ich muss also noch weitere Laufshirts nähen 😉 )
Aber keine Angst, da ich letzte Woche viel Zeit hatte auch mal wieder “normale” Sachen zu nähen, werde ich hier nicht nur noch Sportsachen zeigen.

Was tragt (und näht) ihr zur Zeit am Häufigsten?
Viele Grüße,

8 Kommentare zu “Lauf-Outfit: Stride Athletic Tights und Athena Tank

  1. Ja, was soll ich mehr bewundern, Deine Ausdauer beim Laufen oder deine Ausdauer, uns immer neue tolle Schnitte für Sport-Outfits zu zeigen? wahrscheinlich beides, aber das Top ist schon genial. Auch wenn Du den Sitz des Rückens nicht perfekt findest, das merkt doch beim Laufen sowieso keiner mehr.
    Und der Spruch auf dem Shirt ist ja einfach gut, da wirst Du wahrscheinlich bei vielen Läufern , die Dich sehen , ein Lächeln ins Gesicht zaubern!
    LG Barbara

  2. Ich schließe mich Barbara an, mit dem Beneiden… Ich mache jetzt immerhin mal eine halbe Stunde Kita Sport vor dem Fernseher mit… Vielleicht sollte ich mir dafür auch mal ein Outfit nähen…. Hmmm… Bin gespannt, was du in deinem Urlaub gezaubert hast! LG Sarah

  3. Respekt! ich finde die Sportstoffe durchaus anspruchvoll beim nähen und die Passform hast Du wieder super hinbekommen genau die wie akkuraten Nähte. Da wünsche ich Dir tolle Laufrunden! LG Kuestensocke

  4. Cooles Outfit! Die Stoffquelle kannte ich noch gar nicht. Muss ich direkt mal duchstöbern… Schade dass sich der Rückenausschnitt so zieht. Vielleicht ist dein Falzgummi (ist das Falzgummi?) zu stark? Was für Kopfhörer verwendest du da genau, wenn ich fragen darf? LG, Bettina

    1. Danke dir!
      Nee, das wird nicht mit Falzgummi eingefasst. Die innen liegenden offenen Kanten werden nur umgeklappt und mit der Nähmaschine umgenäht. Für Ärmelausschnitte sowie Halsausschnitt wird die normale “Bandeinfassung” verwendet, die bei jedem T-Shirt-Halsausschnitt zur Verwendung kommt. Dafür gibt es extra Schnittteile. Hier hatte ich aber nicht das Gefühl, dass die zu kurz bemessen waren, im Gegenteil. Man musste leicht dehnen, aber nicht zu viel…..
      Ich verwende seit kurzem die Aeropex von Aftershockz. Sie sind leider nicht grad günstig, aber ich bin froh, dass ich nach monatelangem drumherum scharwenzeln doch gegönnt habe. Sie sind so leicht und sehr angenehm zu tragen (sprich: man merkt kaum, dass man sie aufhat).

  5. Dein Sport Outfit ist MEGA! Der Spruch ist der Hammer und macht sofort Lust aufs laufen. Ich finde es gibt nicht genug Blogbeiträge zum Sport Klamotten, Badeanzüge, Dessous und co. Also her damit!

  6. Ich laufe auch in Stride leggings! 😀 Und ich benutze fürs Handy die Seitentaschen, hab die nur was höher gesetzt und noch mal abgenäht, weil mein Handy kleiner ist. Es liegt dadurch sehr gut am oberen Oberschenkel an und man spürt es kaum. Wenn der Stoff stabil genug ist, zieht das nicht runter. (Und ich rede nicht vom Spazierengehen oder so, sondern schon auf dem Level von Trail running und Halbmarathon ;))

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