Radkleidung: Rouleur-Leggings mit Bib und Basic Shirt als Radtrikot

Seit letztem Herbst besitze ich ein Fahrrad. Da ich im Schwarzwald lebe und das kleine Örtchen in dem ich wohne, etwas höher gelegen ist, war mir immer klar: Wenn dann wird es ein E-Bike. Das eröffnet aber auch viele Möglichkeiten für Entfernungen: Ich kann jetzt mit dem Rad zur Arbeit fahren, obwohl da für Hin- und Rückfahrt 60km zusammen kommen.  Das schafft man natürlich auch ohne Motorkraft, aber es ist natürlich toll es nicht schaffen zu müssen. Egal ob der Arbeitstag einfach hart war, der Wind plötzlich zu stark oder die Strecke zu lang oder zu steil bergauf geht….

Letztes Jahr habe ich dann schnell gemerkt, dass spezielle Fahrradkleidung durchaus viel Sinn macht. Eine erste Anschaffung (mit langwieriger Suche) war eine lange Radhose mit Sitzpolster und Bib. Also Trägern. Die sorgen dafür dass der hintere Rücken bedeckt bleibt und damit rundherum sicht- und windgeschützt ist. Es war eine kleine Tortur eine Hose zu finden die mir passte. Die Weite und Länge musste stimmen, aber auch der Sitz des Sitzpolsters. Wochen später wurde ich endlich fündig und hatte eine teure, aber gut sitzende, lange Hose. Leider komplett in Schwarz. Es gab sowieso nicht allzu viel Auswahl an Farben, und die paar wenigen, die es gab passten mir nicht. Aber immerhin war ich nun für den Herbst und Winter ausgerüstet und hab es sehr genossen an einigen Tagen eben nicht mit der Bahn zur Arbeit fahren zu müssen.

Als der Frühling kam, kam auch der Wunsch das Rad auch in der Freizeit zu nutzen. Z.B. für lange Radtouren mit dem Mann. Da der Frühling bei uns im Süden aber eigentlich SOMMER bedeutet, waren meine langen schwarzen Bibs keine Option. Ich hatte immer mal wieder online geschaut, ob ich schöne kurze Radhosen finde. Aber bei den kurzen Varianten gab es für Frauen nur trägerlose Radshorts, die natürlich trotzdem unfassbar teuer waren und natürlich SCHWARZ. Hinzu kam, dass inzwischen die Geschäfte vor Ort geschlossen waren und ich nicht noch einmal haufenweise Hosen online bestellen wollte, die ich ggf. alle wieder zurückschicken muss, weil sie nicht passen. Aber im Grunde war das gut, denn das gab mir endlich den Ruck die “Rouleur Leggings” in der Bib-Variante zu nähen, die Fehrtrade letztes Jahr herausgebracht hat. Sie hatte den Schnitt ein paar Tage vorher angekündigt und ich war so begeistert, dass ich ihn am Tag des Erscheinens gekauft habe. Mit dem Kauf des Ebooks habe ich auch 3 Charmoise Pads ( = Schaumstoffpolster die zu starken Druck auf die Sitzhöcker und den gesamten Sitzbereich vermeiden) erworben: Zwei für mich, eines für meinen Mann. Das machte die Sache noch cooler, aber leider auch scheinbar schwerer für mich. Und so wanderte das E-Book auf meine Festplatte und blieb da erstmal unberührt. Sportstoffe hatte ich zu der Zeit eh keine passenden da.

Als ich das Thema nun angehen musste, weil ich wirklich keine andere (kurze) Fahrradhose hatte, die erste Radtour aber längst geplant war, ging es dann plötzlich ganz schnell. An nur einem Nachmittag und Abend habe ich die Hose angefangen und fertig gestellt.

Bei der Größe war ich laut Tabelle zwischen XS und S. Durch die vielen Unterteilungen im Schnitt war mir ein Anpassen zu aufwändig und ich habe mich für Größe S entschieden. Die Unterteilungen erlauben theoretisch auch tief in die Farbkiste zu greifen und allerlei Stoffe zu kombinieren. Aber leider hatte ich keine Farben die gut miteinander harmoniert hätten und überhaupt hatte ich noch genau 2 Sportstoffe in ausreichender Menge. Beide von Fabworks.uk: Italian Matte Lycra in den Farben Caramel und Raisin (ein dunkler Aubergine-Ton, er ist leider ausverkauft). Meine Begeisterung für diese Stoffe hatte ich hier schon mal beschrieben.

Im Nachhinein habe ich mich kurz gefragt, ob ich lieber alles in Aubergine (Raisin) hätte nähen sollen. Inzwischen habe ich aber ein passendes Shirt und bin daher doch froh über die Farbzusammenstellung mit Caramel.

Da ich ja spontan und daher mit Vorrat aus dem Stash genäht habe, habe ich zunächst geschaut welches Foldover Elastic ich “opfern” sollte. Denn der Bestand den ich da habe, war eigentlich für Sport-BHs gedacht. Theoretisch fasst man die Taschenoberkanten ein (hier habe ich mich für einen Goldton entschieden) und den kompletten Träger auf beiden Seiten. Dabei geht dann ordentlich Falzband drauf. Weil ich kein farblich passendes hatte und von dem goldenen ungern alles opfern wollte, kam mir dann die Idee, dass ich nicht wie in der Anleitung vorgesehen vorgehe. Ich habe die Träger erneut zugeschnitten, nur diesmal in zweifacher Ausführung und mit 1cm Nahtzugabe und habe sie verstürzt. Und ich muss sagen: Diese Variante gefällt mir nun um Welten besser als die vorgesehene. Ich kann mir sogar vorstellen, dass sie auch angenehmer am Hals ist, da nur der (in meinem Falle super weiche) Lycra am Hals anliegt. Übrigens dachte ich nach Fertigstellung dass mir die Träger ein kleines bisschen zu lang sind. Man sieht auf dem nachfolgenden Foto ein kleines bisschen, dass der Rücken nicht auf Spannung ist und hierfür ca. 3 cm zuviel Träger wäre.

Ich bin aber nun froh, dass ich die Länge  nicht weggenommen habe. Sitze ich nach vorne gebeugt auf dem Rad ist die Länge nämlich perfekt, alles sitzt da wo es sitzen soll, aber ich habe keinerlei unangenehmen Zug am Hals.

Der Vollständigkeit halber muss ich noch erwähnen, dass ich das Shirt (welches leider die gleiche Farbe wie die Hose hat und daher alles etwas schlechter zu erkennen ist) hier nur für die Fotos des Blogbeitrages trage. Normalerweise werden Bibs direkt über den Sport-BH getragen und darüber dann ein Radtrikot. Da es hier heute aber eben nicht um selbstgenähte Sport-BHs geht und ich natürlich auch hin und wieder hinterfrage was ich alles von mir im Netz zeigen möchte, habe ich für die Fotos das Shirt untergezogen. Ich habe das Bild in der Vorderansicht aber so sehr aufgehellt, dass man ganz gut erkennen sollte wo das Shirt aufhört und die Bibs anfangen 😉

Für die Taschen wird Mesh empfohlen. Ich habe Powernet genutzt, was ja auch eine Art Mesh ist, nur meist etwas fester…? Verwendet habe ich es aber, da ich es durch die BH-Näherei sowieso in meinem Bestand habe. Es erfüllt seinen Zweck sehr gut, mein Handy war während der Fahrt sehr gut in den Taschen verstaut.

Auch der untere Bereich der Träger wird innen mit Mesh, bzw. in meinem Falle mit Powernet. Sieht man auf weiteren Bildern der Innenansicht später noch.

Die Anleitung
…ist wirklich perfekt. Es ist alles bebildert und obwohl die Anleitung natürlich auf Englisch ist, kam ich an keinem einzigen Punkt ins Stocken. Weder sprachlich noch technisch… Es ist alles so gut beschrieben, dass ich die Hose in einem Rutsch durchnähen konnte, obwohl ich die Verarbeitung vorher natürlich nicht kannte. Und was mich ebenfalls begeistert ist, ist dass von innen alles auch noch sauber verarbeitet ist.
Einzig die Tatsache, dass die Träger mit foldover elastic hätten eingefasst werden sollen, finde ich persönlich nicht so schön, aber mir ist ja zum Glück rechtzeitig eine andere Lösung eingefallen.

Die Passform
… hat mich ebenfalls begeistert. Zwar finde ich ihre Vorstellungen von den Größen XXS und XS und S eher seltsam, aber das wichtigste ist ja: ich konnte nach meinen Maßen gehen, habe genaue Anweisungen zu den Stoffen bekommen und die Hose passt perfekt. Auch die Beinabschlüsse der kurzen Hose.
(Bei anderen Schnitten hatte ich hier schon die Probleme, dass die zu eng waren oder aber hoch rutschten)

Das Sitzpolster
Auch wieder ein Thema vor dem ich am Ende wirklich Bammel hatte. Die Hose ist so schön geworden und hat dazu noch so gut gepasst, dass ich sie am Ende natürlich nicht versauen wollte, weil das mit dem Charmoise Pad evtl nicht klappt. Aber auch hier erklärt sie am Ende der Anleitung sehr gut wie man vorgeht. Zwar hat für mich persönlich die Positionierung gemäß der Anleitung nicht gepasst, aber sie beschreibt genau, dass man dies eben erst testen soll und daher noch nicht komplett annähen soll.

Ich habe den ersten Versuch sogar nur mit ein paar Handstichen befestigt, bin (komisch) durchs Haus gelaufen und habe eine Runde auf dem Rad gedreht und danach war schnell klar um wieviele cm ich das Pad ca. versetzen muss. Beim nächsten Versuch dann das gleiche Vorgehen: Das Gehen ging direkt deutlich besser und die kurze Testfahrt war erfolgreich. KOMPLETT festgenäht habe ich das pad dann erst nach einer 17km-Testfahrt. Von dieser bin ich dann so begeistert heimgekommen, dass ich das pad getrost komplett annähen konnte. Dafür hab ich mir dann viel Zeit gelassen und sogar mit 2 verschiedenen Garnfarben gearbeitet 😉 Ich wollte einfach nicht mit dem Lila Garn durch den vorderen Caramelton rattern….

Wie ich nun weiß ist dies auch ein wichtiger Entscheidungspunkt für die nächste Version: Soll die nächste Radhose wieder Sitzpolster bekommen? Dann wäre es einfacher an dieser Stelle nicht mit 2 Stofffarben zu arbeiten und eher an der Seite eine weitere Farbe zu verwenden. 

Beim Annähen des pads sind definitiv gaaaanz viele Stecknadeln sehr hilfreich und alles immer wieder glatt streichen und die Mitte überprüfen. Anfangs ist mir das Pad nämlich zur Seite verrutscht beim Annähen und ich hab den Anfang wieder aufgetrennt.

Inzwischen hat die Hose mehrere längere Fahrten hinter sich und bei jeder Fahrt war ich wirklich begeistert! Nur eines hat mir gefehlt: Das passende….

Radtrikot
Eigentlich wollte ich das Radtrikot aus dem Buch “Sew your own Activewear” nähen. Hier hatte ich beim Kauf aber wohl übersehen, dass im Buch nur Basic-Schnitte enthalten sind und für alle Varianten erst (teils aufwändige) Änderungen in den Schnittteilen eingezeichnet werden müssen. Das habe ich dann auch versucht, bin aber leider gescheitert.

Ein weiterer Versuch mit einem anderen Schnitt ist ebenfalls gescheitert: Der vorhandene Reißverschlusskragen war viel zu hoch und zu eng, die Art wie man den Reißverschlussbeleg einsetzt habe ich leider nicht verstanden und die generelle Passform an mir war leider durchweg fürchterlich.
Bei meiner Suche nach einem Radtrikot-Schnitt habe ich nur noch einen weiteren gefunden: Einen Männerschnitt von Jalie Patterns. Das hat mich wirklich stark verwundert, dass selbst die gängigen Schnitthersteller für Sportschnitte keine Schnittmuster für (Frauen-) Radtrikots haben.

Um überhaupt erstmal irgendein Radtrikot zu haben, hab ich mir dann überlegt einen vorhandenen gut sitzenden Shirt-Schnitt entsprechend zu verändern.

Mein Basis-Schnitt dafür war das Green-Tee von Greenstyle Creations. Das sitzt gut an mir und ich hatte dem Schnitt schon mal eine (abnäherfreie) FBA verpasst. Um es in ein Radtrikot zu verwandeln, habe ich folgende Änderungen vorgenommen:

  • Vorder- und Rückteil: Weite aus der Taille genommen, damit das Radtrikot komplett anliegt.
  • Rückteil: den Saum unten geschwungener auslaufen lassen
  • Für die typische Fahrrad-Rückentasche mit Fächern habe ich den unteren Rückenbereich kopiert und daraus ein separates Rückentaschen-Schnittteil erstellt
  • Das Vorderteil habe ich am Saum seitlich entsprechend angepasst, so dass die Seitennähte aufeinander treffen
  • Ebenfalls am Vorderteil: Den Halsausschnitt habe ich deutlich verkleinert um windgeschützter zu sein.
  • Ärmel: Enger gemacht, damit auch diese am Arm anliegen

Die Änderungen waren alle erfolgreich. Wie auch bei Kauf-Trikots liegt mein Radtirkot wunderbar an, ohne zu eng zu sein.

Für das Shirt selber hatte ich nun leider nur noch den Caramel-farbenen stoff. Von Aubergine (Raisin) waren nur noch kleine Stoffstücke übrig, die ich aber dennoch verwendet habe um noch etwas Farbe in das Radtrikot zu bringen. Der Halsausschnittstreifen ist etwas schmaler als gewöhnlich, aber mehr Breite hatte ich nicht zur Verfügung und ich wollte ihn unbedingt in Aubergine… Auch wenn es vorne nur einen winzigen Farbtupfer bringt, bin ich dennoch froh drum, es ist mir vorne irgendwie doch zu viel Caramel… Vielleicht bringe ich nachträglich noch einen Plot auf – mal schauen.

Für das Taschenfach habe ich überlegt wie ich die Reststücke noch einfließen lassen könnte und habe mich für eine Art Origami-Lösung entschieden. Hätte ich mich jemals mit dem Thema Patchworken beschäftigt, hätte ich das auch bedachter angehen können. So wurden es einfach zufällig aneinandergereihte Stoffstücke, immer wieder zurecht geschnitten und aneinander genäht und abgesteppt. Der Stoff in der Mitte ist eine Sport-Lycra-Stoffmuster von Spoonflower.

Meine Stoffstücke habe ich mit Hilfe des Rückentaschen-Schnittes entsprechend zugeschnitten. Die obere Kante habe ich leicht auf Zug mit Falzband eingefasst.
Die Rückentasche habe ich zunächst rechts auf rechts auf das Rückenteil genäht, habe aber am Shirtsaum 1cm freigelassen. Nach dem Annähen der unteren Taschen-Kante habe ich die Taschen-Seiten noch innerhalb der NZ an das Rückenteil genäht, die Fächer abgenäht und anschließend das Shirt erstmal fertig gestellt. Am Ende habe ich den Saum mit der Coverlock umgenäht und hatte dafür ja noch 1cm Saumkante die ich nutzen konnte. Hätte ich die Rückentasche bündig mit dem Saum gelegt und hätte ich alles zusammen nach innen geklappt, wäre der Saum doch sehr dick geworden. Im Buch wird der Saum auch freigelassen, aber mit Foldover Elastic eingefasst. Das fand ich aber nicht schön. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

Dinge die ich dennoch gerne ändern oder einfach nur testen möchte beim nächsten Mal:

  • Um auch ins Vorderteil mehr Farbe zu bringen, werde ich auch mal einen Schnitt mit Raglan-Ärmeln testen. Bei normalen Ärmeln sieht es ja doch eher komisch aus, wenn man die Ärmel in einer anderen Farbe näht.
    Ich habe dafür schon einen Schnitt bereit liegen. Ich werde an diesem aber dennoch so viel ändern müssen – dass ich ihn mal noch nicht erwähne.
  • Eigentlich hätte ich auch gerne eine Version mit Reißverschluss (zumindest oberhalb, nicht durchgehend). Ich kann aber noch gar nicht sagen, ob ich den wirklich brauchen würde beim Radfahren oder ob der eher (sehr aufwändige) Deko wäre. Denn wenn dann käme nur ein RV mit Beleg in Frage, bei dem wenn möglich auch noch oben am Hals ein Zipperschutz wäre… Hierzu hab ich leider noch kein Shirt-Schnitt (mit Anleitung!!) gefunden. Tipps nehme ich natürlich sehr gerne an 🙂 Selber rumprobieren möchte ich nicht.
  • Das nächste Shirt wird zusätzlich zur normalen Fächerunterteilung auch noch ein aufgesetztes Reißverschlusstäschen bekommen. Den Schlüssel oder die Bankkarte würde ich ausschließlich in Reißverschlusstaschen verstauen.

Meine genähten Fächer sind allerdings der Standard vieler Radtrikots und bieten auch entsprechend Stauraum. Egal ob für Trinkflaschen oder das Langarmshirt das man irgendwann auszieht, weil es zu warm wird – es lässt sich vieles in diesen Taschen verstauen.

So, nun ist es doch schon wieder ein sportlicher Beitrag geworden für den Me Made Mittwoch. Aber da ich mich selber immer sehr freue, wenn ich nicht nur schöne Sachen anschauen kann, sondern auch ausführliche Blogposts mit viel Information zu lesen bekomme, hoffe ich, dass es euch genauso geht.

Ich nähe auch noch “Alltagskleidung”, habe da allerdings länger nichts mehr fotografiert.. Ich hoffe ich kann das demnächst nachholen und auch wieder mehr davon zeigen.

Ich wünsch euch einen schönen (Me Made) Mittwoch und gehe jetzt erstmal…. laufen 🙂

Nachtrag vom 23.08.2020
in der Zwischenzeit hat mein Radoutfit Zuwachs bekommen: Aus den Stoffresten meines Radoutfits habe ich mir den passenden Sport-BH genäht. Schnitt: Wieder der Endurance Sports Bra, den ich schon 2 mal auf meinem Blog gezeigt habe.

Ich freue mich ja sowieso über selbstgenähte Sportkleidung. Aber wenn sie dann auch noch so perfekt zusammen passt, ist sowas immer noch ein kleines highlight für mich 🙂

Viele Grüße,

24 Kommentare zu “Radkleidung: Rouleur-Leggings mit Bib und Basic Shirt als Radtrikot

  1. Wow, der kurze Sportjumper ist der Hammer;
    tolle Farbwahl und ein perfekter Sitz; sieht absolut klasse an dir aus.
    Mich begeistert sowieso, wie sorgfältig du deine Sportkleidung planst und nähst.
    LG von Susanne

    1. Dankeschön 🙂 Beim Laufen waren manche nützlichen Details an Sportklamotten schnell unverzichtbar. Das kann dir echt nen Lauf retten oder vermiesen, wenn du richtig oder falsch angezogen bist. Und nun bin ich irgendwie drin in der Spirale, dass ich am liebsten nur noch praktische, selbstgenähte Sportkleidung tragen mag 😀
      Die Hose sitzt echt traumhaft gut. Ich werde noch mindestens eine weitere nähen und der Mann hat auch schon Bedarf angemeldet
      Viele Grüße! Melanie

  2. Das ist ja spannend! Ich wusste gar nicht, dass es spezielle Fahrradkleidung gibt, aber das ergibt natürlich absolut Sinn.
    Ist sehr schick geworden! 🙂

    1. Danke dir! Ich muss mich bei dem Thema Radkleidung auch noch reinfinden. Also definitiv ein Hoch auf die Polster in Radhosen!! Aber bei den Shirts z.B. muss ich erst noch rausfinden was Mode ist oder was wirklich Sinn macht und für den Sport wirklich benötigt wird (eng anliegende Shirts mit Reißverschluss).
      Und ich bewege mich da gerade auf nem Mittelding zwischen “ruhige, aber längere Radtour” und “sportliche Aktivität” Ich bin selber gespannt was ich da noch brauchen werde 🙂

  3. Ich lese deine ausführlichen sportlichen Beiträge sehr gerne! Und diese Kombi schaut einfach toll aus. So richtig traue ich mich selbst noch nicht an die flutschigen Materialien ran. Aber da ich jetzt beim Sitzen am Schreibtisch immer noch die Radtour vom Pfingstmontag spüre, wäre es wohl doch Zeit für eine besser gepolsterte Radhose als mein Uralt-Teil (natürlich in schwarz). Zumal wir in diesem Frühjahr meist auf diese sportliche Aktivität ausgewichen sind und mein Mann schon für den Sommerurlaub eine Radtour vorschlägt … Ich schau mir den Schnitt und deine Stoffempfehlung auf jeden Fall mal an!

    1. Liebe Gisela,
      eigentlich lautet hier das einfache Zauberwort “die richtige Nadel”. Ich nähe fast alle Sportstoffe mit Stretch-Nadel. Und wenn die mal nicht geht, ist oft die Microtex Nadel erforderlich. Ich habe beide immer da. Beim Säumen hatte ich auch plötzlich schlaufenbildung, aber da lag es dann am Garn. Es war zwar auch 100% Polyester (was ich defitnitv empfehle, Baumwollgarn ist da eher nicht gut) aber irgendwie war es ein recht hartes und war in Kombination mit dem Stoff nicht gut. Ansonsten mache ich alles wie immer: Manche Nähte mit der Nähmaschine und die meisten mit Overlock und Coverlock. Aber auch hier setze ich die Stretch-Nadeln ein. Der Stoff selber verhält sich übrigens gut und gar nicht flutschig oder zickig. Das ist wirklich angenehmer und leichter als mit mancher Viskose oder Seide. Von daher einfach mal ausprobieren 🙂
      Schwieriger finde ich es die richtigen Sportstoffe für einen selber zu finden. Also welche man als angenehm und nicht zu warm empfindet. Ich hatte auch schon Sportstoff auf dem Nähtisch der sich so künstlich anfühlte, dass ich mir nicht vorstellen konnte ihn anzuziehen. Der hier erwähnte ist traumhaft toll, aber: Bei langer Kleidung ist mir darin sehr schnell sehr warm. Meine langen Leggings kann ich nur anziehen, wenn es wirklich kalt ist…
      Viel Erfolg dir! Und viel Spaß auf euren Radtouren! Die Idee mit dem Rad-Urlaub hat mein Mann übrigens auch schon angebracht 😉
      Lieben Gruß, Melanie

  4. Also, ich mag solche ausführlichen Posts auch gerne! Und habe gelernt, dass diese Radlerhosen mit Trägern einen Sinn haben. Mitunter mutet das ja schon seltsam an, wenn man ihnen über dem Shirt getragen im Straßenbild begegnet 😉
    Deine Kombi ist jedenfalls super geworden und ich wünsche Dir viele tolle Radausflüge und KEINE platten Reifen!!
    LG, Jule

  5. Also ich oute mich jetzt, daß ich in ganz normalen Jeans und Shirts Rad fahre…aber für längere Touren habe ich auch eine Radlerhose mit Polster, gekauft, und natürlich : schwarz! Ich mußte sehr schmunzeln, als ich Deinen Beitrag las, denn das ist identsich meine Erfahrung, wahrscheinlich fahre ich deshalb lieber in normalen Jeans Rad.
    Dein Beitrag ist, wie immer , eine Fundgrube für Informationen, was Sportmode angeht. Deine Radlerhose sieht dabei auch noch so schick aus, wirklich ein tolles Teil. Über die Träger an den Radlerhosen habe ich bisher noch nie nachgedacht, aber eigentlich macht es Sinn. Also, für unsere nächste Radtour brauche ich auch so eine Hose!
    Danke für Deinen Kommentar auf Instagram. Ich weiß auch nicht, warum manche Kommentare bei mir nicht erscheinen, das hängt irgendwie mit blogspot zusammen. Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, ziehe ich meinen Blog nach wordpress um!
    Liebe Grüße
    Barbara

  6. Danke für die wirklich sehr ausführliche und tolle Beschreibung der genutzten SM, sowie Deiner Nähsessions. Sportklamotten habe ich schon einige genäht, das Nähen von Radkleidung ist mir noch nie in den Sinn gekommen, allerdings wusste ich auch gar nicht, dass man die Sitzpolster kaufen kann.
    Du siehst sehr glücklich in Deiner “Radmontur” aus und diese sitzt super.

    LG
    Sandra

  7. Ich LIEBE solche ausführlichen Blogposts mit Erfahrungsbericht, selbst wenn ich gar keinen Bedarf an Kleidung zum Radfahren habe. Aber es ist einfach cool, wie Du uns an Deinen Überlegungen teilhaben lässt, und wer weiß: Vielleicht kann ich ja mal was für Segelklamotten übernehmen. Schöner Beitrag! Liebe Grüße, Gabi

    1. Liebe Gabi, über deinen Kommentar habe ich mich richtig doll gefreut.
      Evtl gerade weil du es liest, obwohl du Radkleidung nicht benötigst. Ich hätte das übrigens letztes Jahr um diese Zeit auch nicht gedacht, dass ich sowas mal brauche und nähe 😉 Ich finde das sehr spannend zu beobachten was alles nähbar ist und was man sich im Laufe der Zeit alles zutraut. Zuerst scheint es viel aufwändiger eine Radhose mit Sitzploster und Trägern zu nähen, jetzt wo ich weiß wie schwierig es ist, eine zu kaufen, ist es genau andersrum für mich 🙂
      viele Grüße, Melanie

  8. Vielen Dank für deine immer sehr ausführlichen Blogposts. Gerade im Sportbereich gibt es so wenig. Ich fahre zwar nicht sportlich Rad, bin aber laufend unterwegs und hab mir da von dir schon den einen oder anderen tollen Tipp holen können. Gespannt bin ich noch auf Euern Bra-Sewing Blog. Gibt es das Projekt noch? Ich folge da auch immer Muriels ausführlichen Posts…. liebe Grüße aus dem heute trüben Hessen, Jutta

    1. Liebe Jutta,
      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, das freut mich wirklich sehr. Ginge es nach mir, dürfte es deutlich mehr Sportschnitte geben und Blogs die darüber berichten 😉
      Ja, das BH-Projekt gibt es noch, es ruht nur. Wir tun uns im Moment schwer damit ein offizielles update zu geben wann und wie es weitergehen wird. Helfen würde es sicherlich, wenn wir uns wieder besuchen könnten, da wir viele Sachen lieber gemeinsam an einem Ort angehen würden statt online. Aber die Pause kam natürlich bereits vorher, da bei uns beiden teils private, teils berufliche Dinge viel Raum einnahmen und wir nicht den Kopf frei hatten uns weiterhin komplett in das Projekt zu stürzen. Was wir dabei gemerkt haben, ist dass wir es nicht als Pflicht ansehen wollen und daher vermeiden gewisse Dinge einfach “abzuarbeiten”. Hinzu kommt, dass auch wir Phasen haben bei denen wir wochenlang nur BHs nähen könnten oder aber – wie in letzter Zeit bei mir – sehr lange keinen einzigen nähten, weil andere Schnitte eben auch warteten und unsere Nähzeit ja auch begrenzt ist.Ich brauchte z.b. dringend Sportklamotten, aber natürlich auch Alltagskleidung. Ich merke aber wie mein Interesse und Lust wieder mehr und mehr in die BH-Schiene geht. Nur wollen wir lieber nicht vorzeitig ankündigen was wir dann vielleicht nicht einhalten können.
      Lieben Gruß, Melanie

      1. Liebe Melanie, danke für deine ausführliche Antwort. Da bin ich ja mal ganz gespannt und freue mich, dass das Projekt nicht ganz abgeblasen wurde Nein, unter Druck setzen solltet ihr euch auf gar keinen Fall. Es soll ja Spaß machen…
        Eine gute Zeit und liebe Grüße, Jutta

  9. Herrlich, dass es solche “Freaks” hier gibt!!! Auch wenn ich mit Sport so garnichts verbinde , lese ich deine Sport- Beiträge sehr gerne, und finde du berichtest total überzeugend von deinen Erfahrungen… Da werde ich immer neidisch, dass ich zu dieser “Sportwelt” so garkeinen Zugang habe… Tolles Outfit! Vie Spaß beim Radeln! LG Sarah

  10. Ich mag Deine Beiträge zu Spezialthemen wie BHs und Sportbekleidung total gern, sie sind wirklich sehr informativ! Für Radbekleidung habe ich selbst zwar keine Verwendung, okay dasselbe habe ich bei BHs auch Mal gesagt… aber es war spannend zu lesen und das Outfit sieht voll professionell aus. Aubergine und Caramel ist eine tolle Farbzusammenstellung. Mit Sportsachen tue ich mich bisher schwer, ich finde es gar nicht so leicht die passenden Stoffe zu finden. Liebe Grüße Manuela

  11. Liebe Melanie,
    Vielen Dank für diesen super-informativen Post! Ich wusste erstens nicht, dass es Schnittmuster für Fahrradkleidung gibt und zweitens (viel wichtiger), dass man diese Gel-Pamper-Pads auch einzeln kaufen kann. Sie sehen zwar echt merkwürdig aus, aber ich will sie auf keinen Fall in der Hosen missen. Ich bin im letzten Sommer schon ein paar Mal mit dem Rad von der Arbeit nach Hause gefahren, das geht in normaler Kleidung nicht. (Eine Strecke nimmt mich mein Mann im Auto mit dem Rad mit, 2×27-28km schaffe ich nicht an einem Arbeitstag). Danke, dass Du auch die ganzen Quellen für Funktionsstoffe angibst, an denen hapert es beim Selbernähen für Funktionskleidung nämlich bei mir auch.
    Ach ja, und vielleicht sollte ich ja auch noch erwähnen, dass ich Deine Hose sehr sehr schick finde und die Kombination mit dem Shirt ebenfalls.
    Viel Spaß beim Radeln, Deine Stefanie

  12. Oh wie guuuuuuut!
    Ich habe im Laden auch schon ein paar Buxen anprobiert und fühlte mich immer nur wie mit ner vollen Windel. Lediglich eine hatte gepasst, aber für meine Touren hat’s bisher auch ohne gereicht. Ich merke mir auf jeden Fall diesen tollen Beitrag und meinen höchsten Respekt bei der Menge an flutschigen Stoffen. Ich bin noch auf der Suche nach natürlicheren Sportstoffen und habe Tencel mit (ich glaube) Lycra bestellt, leider ist der eher für lockere Sportkleidung gedacht.
    Hast du eigentlich irgendwo angegeben, wo das Pad her hast?

    Viele Grüße
    Marta.Seweryna

    1. Hallo Marta,
      ja das Pad hatte ich im gleichen shop gekauft wie die Anleitung: shop.fehrtrade.com
      Aktuell haben sie nur die Männer-Pads da. Ich weiß nicht, ob da noch mal was nachkommt.
      Die “flutschigen” Stoffe sind übrigens gar nicht so schwer zu vernähen. Die perfekte Quelle (vielleicht sogar mit Versand aus Deutschland) suche ich aber auch noch. Wo hast du denen deinen Tencel-Lycra bestellt? Kannst ja dann mal berichten. Das Schwierige ist aber eher die unterschiedliche Dehnbarkeit. Denn wenn die Stoffe unterschiedlich dehnbar sind, muss man auch jedesmal eine andere Größe verwenden um zur annähernd gleichen Passform zu gelangen. Wenn sie aber ZU dehnbar (und dabei noch zu dünn) sind, sind sie auch nix, labbern nur und sind – wenn überhaupt eher nur für Shirts brauchbar. Gerade für Shorts/tights/Radshorts ist es am Kniffligsten was gutes zu finden….
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Viele Grüße,
      Melanie

      1. Jerseys Nähe ich auch öfter, aber so viele Nähte in Ordentlich ist schon auch Können deinerseits (plus Oberfußtransporteur bei mir 😀 )
        Den Tencel hab ich bei Lottiklein bestellt, aber er ist doch etwas fest. Also für ein Tshirt noch okay, aber die geplante Leggings wird da eher schwieriger. Das ist der Soft Stretch twill (doch kein lycra drin) Ist aber ein toller Stoff. Vielleicht hätte ich einfach zum Jersey greifen sollen… Den Festen habe ich aber schon vernäht und der ist für den Sommer ein Traum.
        LG

  13. Hallo Melanie,
    danke für die tollen Blogposts und die super Erklärungen! Ich nähe sehr oft das V-Neck Top 2682 von Jalie, weil der Sitz für mich optimal ist. Ich mag den geschützten Nacken ganz gerne – ohne dass der Kragen so hoch wäre, dass es mich stört. Durch die im Schnitt vorhandene Quernaht im Rücken lässt sich da auch die Tasche gut integrieren. Es gibt auch eine Variante mit Reißverschluß, die ich bis jetzt allerdings nicht genutzt habe. Fürs Rad wäre sicher eine Verlängerung hinten sinnvoll. Ich nutze es fürs laufen und den Alltag. (Alternativ liebäugle ich immer mal wieder mit 3463 ANNE-MARIE Tanks and Dress von Jalie, das hat einen verlängerten Rücken und eine Rückentasche.)
    Ich lese Deinen Blog sehr gern und freue mich total über die Infos zur Stoffbeschaffung – besonders für Funktionsstoffe, die gibts ja nicht so viel.
    Liebe Grüße Katja

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