Der Blackwood Cardigan und die Foto-Story

Ich zeige euch heute den Blackwood Cardigan von Helen’s Closet. Und das ist die perfekte Gelegenheit auch mal zu zeigen wie das hier mit den Fotos abläuft. Es ist nämlich NICHT so, dass ich jederzeit eine tolle Fotografin / einen tollen Fotograf zur Hand hätte, der nur darauf wartet, dass ich wieder etwas fertig genäht habe. Ehrlich gesagt ist es oftmals ein großer Krampf überhaupt Fotos meiner fertigen Projekte bekommen zu können. Und wenn ich je überlegt habe mit dem Bloggen aufzuhören, dann nur, weil genau dieser Punkt “Fotos machen” bis heute ein Problem darstellt.

Ich mag es mir Gedanken über Nähprojekte zu machen und später auch alles von der Idee bis hin zu allen Nähschritten und Änderungen zu berichten. Und ich mag es auch nach Jahren immer noch sehr gerne meine Projekte hinterher stolz zu zeigen. Vor allem, wenn ich mit einem Kleidungsstück mal wieder Näh-Neuland betreten habe. Aber dann ist alles geschafft und gefühlt kommt die größte Hürde erst am Schluss: Die Fotos!!!

Ich jammer hier auf hohem Niveau. Ich muss nämlich keine Selbstauslöser- oder Spiegelfotos machen und dafür kann ich ja auch mal dankbar sein. Bisher bekam ich noch jedes Mal meinen Mann überredet auf “schnelle Fotos” mit mir rauszukommen. Und so schnell und kurz (und stressig) läuft das dann auch immer ab: Ich stehe eigentlich noch gar nicht bereit, da sind schon die ersten Schnappschüsse im Kasten. Und während ich noch erzähle welche fotografischen Ausschnitte mir am heutigen Kleidungsstück wichtig sind, wird weiter geknipst in der Hoffnung wir sind dann schneller fertig. Immer gefolgt von einem sehr zeitnahen “Reicht das??”
Am Ende suche ich mir aus 50 Fotos Schnappschüssen die paar Bilder aus, die durch Zufall scharf wurden und ggf. noch den richtigen Ausschnitt haben. Merkte man bisher nicht? Dann kommt mal mit zur Fotosession vom Blackwood Cardigan 😉

Übrigens ist mein Mann nur mit der Kamera “verfeindet”. Wenn ich Ösen einschlagen muss oder Wolle wickeln, mit dem Plotter mal wieder nicht zurecht komme (und bei vielem weiteren) ist er unheimlich geduldig an meiner Seite und hilft wo er kann

Jetzt hab ich noch gar nichts zum Schnitt erzählt. Es war mein erster Versuch mit dem Blackwood Cardigan, von dem ich mir lange eingeredet habe ich bräuchte ihn nicht. Denn er ist nicht verschließbar. Das war tatsächlich das einzige was mich lange vom Kauf abgehalten hat. Denn die Passform war exakt so, wie ich sie mir vorgestellt und bei keinem anderen Cardigan gefunden habe. Also hab ich ihn nach langem Hin und Her doch gekauft. Ein bisschen hab ich mir die Ausgabe auch damit schön geredet, dass ich als Schwarzwald-Bewohnerin natürlich den Blackwood Cardigan brauche. Haha!

Für den ersten Versuch hab ich mal wieder wenig mutig keinen Lieblingsstoff genommen. Ein Strickstoff von Swafing (namens Marc) musste herhalten. Es war ein Onlinekauf und ich habe ihn auch noch mal in Gelb. Beide Stoffe sind hübsch, aber leider nicht weich. Ich war wirklich etwas enttäuscht als sie da waren.

Aber trotzdem habe ich den Cardigan, den ich im Frühling genäht habe, vom ersten Tag an rauf und runter getragen!! Ich liebe einfach wie er sitzt und dass er einen irgendwie groß und lang einhüllt. Eine Warnung muss ich aber aussprechen: Die Arme sind wirklich knapp bemessen und dürften enger nicht sein. Also ich passe rein, hab aber auch wirklich schmale Arme. Genäht habe ich Größe M, was auch der Maßtabelle entsprach.

Ich habe ihn mir nun noch mal 2 Nummern größer plotten lassen um einen Oversize-Look-Versuch mit Jersey zu machen. Den passenden Jersey dafür habe ich leider noch nicht entdeckt.

So, wie war das nun mit euren Fotos für den heutigen Me Made Mittwoch??

Viele Grüße,

20 Kommentare zu “Der Blackwood Cardigan und die Foto-Story

  1. Liebe Melanie,
    ich habe herzlich gelacht beim lesen. Der Cardigan sieht gut aus, ich mag dieses schlichte, unaufgeregte daran. Und danke für die Infos zur Passform.
    LG Verena

  2. Was für eine nette Idee mit der Fotostory! Und klar, dass du als Schwarzwaldbewohnerin diesen Cardigan brauchst! Auch wenn der Stoff kein Lieblingsstoff ist/war: Spricht für den Schnitt, dass du ihn so gerne trägst! lg Gabi (PS: Bei mir „darf“ inzwischen die zehnjährige Tochter die Fotos machen, mit ihr macht es tatsächlich auch mehr Spaß als mit dem Mann… 🙂 )

  3. Schick! Ja, ich überlege auch oft hin und her, ob ich wirklich noch ein Schnittmuster brauche – aber wenn es doch nunmal genau das ist, was ich haben will, auch wenn ich einen vorhandenen Schnitt abpausen könnte …
    Und oh, die Sache mit den Blogfotos! Ich habe bestimmt 30 fertige Beiträge, bei denen nur noch die Fotos fehlen. Aber ich wohne alleine und alle halbwegs willigen Fotografen leben weit weg. Selbstauslöser-Fotos werden nixbei mir, also muss ich auf halbwegs passendes Wetter hoffen, wann immer ich mich mit Freunden treffe, denen ich kurz meine Kamera in die Hand drücken kann. Es ist ein Kreuz!

  4. Herrliche Fotostory! Mein größter Respekt, dass Du nicht aufgibst und uns immer wieder gute Fotos von gelungenen Kleidungsstücken präsentierst. Der Cardigan ist klasse so richtig schön gemütlich und unverzichtbar für den Herbst. LG Kuestensocke (p.S. Mein Herzblatt ist zwar für Fotos sehr aufgeschlossen, wir hatten aber auch unsere Themen. Ich habe ihm dann irgendwann Blogs gezeigt auf denen ich die Fotos richtig toll fand und meinte, dass er das mit seiner Ausrüstung wohl nicht hinkriegt…. der Ehrgeiz war geweckt und ab dann wurde es immer besser und besser 😉

  5. Ich habe mich köstlich über deine Fotostory amüsiert und Änlichkeiten mit meiner Familie, die ja auch für die Fotos eingespannt wird, erkannt. Wer im Schwarzwald lebt braucht unbedingt einen Blackwood Cardigan ist doch logisch, da hättest du nicht wirklich lange überlegen müssen 🙂 Sieht sehr kuschlig aus, für mich durch die schmale Armform jedoch gar nichts.
    LG Mirella

  6. Tja, die Sache mit den Fotos… ich glaube, mit dem Problem bist du nicht allein 🙂 In deinen Berichten finde ich mich wieder, besonders was so Sachen angeht wie den richtigen Ausschnitt, das richtige Detail, keine fliegenden Haare und kein doofes Gesicht… Daher gehe ich so gern zu Nähkränzchen – da findet man immer geduldige Fotografen, die auch noch drauf achten, dass man vorteilhaft fotografiert wird und das Kleidungsstück keine Falten wirft, wo es das nicht soll.
    Und natürlich hast du Recht – der Blackwood Cardi ist garantiert vorwiegend für Näherinnen aus dem Schwarzwald entworfen worden. Sonnenklar! 🙂
    LG
    Sandra

  7. Hach, ich muss sagen, ich schleiche auch schon länger immer wieder um dieses Schnittmuster herum. Danke für den Tipp mit den Ärmeln – ich habe nämlich eher das Gegenteil von schmalen Armen und werde mir das merken.
    Deine Idee mit der Foto-Story ist der Kracher 🙂
    Liebe Grüße,
    Steffi

  8. Dass Du ihn rauf und runter trägst, beweist doch, dass Du den Schnitt brauchtest und in dem unaufgeregten Grau ist er sicherlich ein toller Alltagsbegleiter! Schön und schlicht. Und einiges aus der Deiner Fotoserie kommt mir sehr bekannt vor. LG Manuela

  9. Es gibt eigentlich nichts schlimmeres als Fotos zu machen wenn der Fotograf keine Lust hat. Allerdings auch wenn der Fotograf motiviert gibt es bei mir mehr als genug Foto auf dem ich gerade den Mund offen habe, weil ich irgendwas sage oder mich sonst wie komisch verrenkt.
    LG Sabine

  10. Der Cardigan ist toll geworden und steht dir sehr gut. ❤
    Das mit den Fotos läuft hier ähnlich und den Gedanken, nicht mehr zu bloggen hatte ich auch schon. Bei Instagram läuft es aber auch nicht besser, die Farben kommen nicht gut raus oder die Bilder lassen sich nicht verkleinern … (kann auch an meinem Tablet liegen). Heute morgen habe ich viel Zeit gebraucht, um Fotos vom Computer via Google-Fotos in die Galerie vom Tablet zu kriegen. Irgendwie klappte das nicht mehr automatisch.
    Ich freue mich über jeden Blog, den ich noch erreichen kann.
    Liebe Grüße
    Ilse

  11. Der Cardigan ist wirklich perfekt – schön, wenn man so einen Schnitt gefunden hat und ihn dann rauf und runter nähen kann …
    Und über die Fotostory musste ich sehr schmunzeln – wer kennt das nicht?
    Liebe Grüße von Doro

  12. Da mußte ich heute morgen erst mal lachen, als ich Deinen Post gelesen habe. Ja, teilweise läuft das bei uns auch so, vor allem die Bilder, wenn ich noch nicht fotobereit bin, mirgrade noch mal die Haare kämme oder irgendwas zurecht zuppel…Bei uns läuft es immer so, daß wir die Fotoaktionen mit Outdoor-Aktivitäten verbinden, und da mein Mann gerne draußen ist, macht er auch gerne draußen Fotos von mir. Das führt halt dann dazu, daß ich auf Wanderungen oder Radtouren manchmal etwas overdressed anzutreffen bin…
    Deinen Blackwood finde ich toll, und der Schnitt steht Dir ausgezeichnet. Ich finde auch die Länge und die Ärmellänge perfekt für dich- sieht super aus!
    LG Barbara

  13. Das mit den Fotos kommt mir sehr bekannt vor. Deshalb bin ich heut gleich gar nicht dabei…
    Deine persönliche Fotostory ist richtig Klasse und Danke fürs Teilen mit dem schönen Cardigan!

  14. Hallöchen,

    wie viele Mädels vor mir, kenne ich solche Fotoknipsaktionsszenen auch und am Ende sind oft beide kurzfristig genervt. Dann gibt es aber auch hochmotivierte Knipsaktionen- ist tagesabhängig. Allerdings bin ich auch nicht jeden Tag fototauglich, vor allem nicht mein Gesichtsausdruck 🙂

    Dein Cardigan spricht mich sehr an, den Schnitt schaue ich mir mal genauer an. Danke für den Schnitt- Tipp.

    LG
    Sandra

  15. Ha, auch ich fühle mich angesprochen!!! Ich hab zwar den leidenschaftichen Fotografen, aber das ist auch nicht unanstrengend, der hat total hohe Ansprüche… Mal eben Fotos machen geht für ihn garnicht, alles muss geplant und stimmig sein… Ich wünschte sehr ich wäre da nicht so abhängig! Aber dankbar bin ich natürlich auch… Wir “knipsen” manchmal 2 Stunden und ich darf aus 300 Bildern auswählen… Danach bin ich körperlich völlig erschöpft… Ich weiß auch nicht was da besser ist… 😉 LG Sarah

  16. Dein Cardigan ist toll, das ist bestimmt ein tolles Basic-Teil, das zu fast allem passt.
    Und das mit den Fotos ist hier ganz genauso, deswegen mache ich meistens Spiegelfotos…oder experimentiere neuerdings auch mal mit dem Selbstauslöser. Aber optimal ist das auch nicht.
    LG Marlene

  17. Um den Blackwood Cardigan schleiche ich auch schon länger rum. Ich denke, der wäre ideal für Flugreisen. Im Flugzeug ist es ja gerne mal kalt. Deiner sieht so schön warm und kuschelig aus! Das Problem mit den Fotos habe ich leider auch… Noch dazu kommt dass wir mitten in der Stadt wohnen und ich mich nur schwer überwinden kann, vor den ganzen Passanten zu posen… Hoffentlich haben wir nach dem nächsten Umzug einen geeigneten Hintergrund in der Wohnung!
    LG, Bettina

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