Palisade Pants “Burnt Orange” und Ashton Top “Freestyle”

Die vierte und vorerst letzte Hose meiner sorgfältig geplanten Palisade Pant-Reihe ist pünktlich zum Me Made Mittwoch fertig geworden.

(Alle einzelnen Beiträge finden sich hier)

Eigentlich sollte die kurze Leinenhose in der Farbe „Burnt Orange“ heute im Mittelpunkt dieses Blogbeitrages stehen. Aber weil ich nichts passendes für „obenrum“ hatte und das ja neuerdings nicht mehr auf mir sitzen lassen kann, wollte ich schnell noch etwas nähen.

Es war aber schon Sonntag vorm Me Made Mittwoch und ich hatte weder farblich passenden Jersey noch selbige Viskose im Stoffschrank, also stand ich vor der Entscheidung entweder etwas nur mittelgut-passend vorhandenes zu kombinieren oder….doch noch ein superpassendes Leinentop aus den ganzen Leinenresten meiner Hosen zu nähen. Für letzteres habe ich mich entschieden und jetzt stiehlt dieses kurzfristig genähte (schnell noch genähte stimmt nämlich leider nicht) Top der Hose tatsächlich die Show wie ich finde! Aber ich halte doch noch ein wenig an meinem Ursprungsplan fest und berichte erstmal von der Hose.

Wieder eine kurze Palisade Pants, diesmal in „Burnt Orange“
Es gab leichte Startschwierigkeiten. Ich konnte mich zunächst nicht entscheiden welche Farbkombination ich nähen sollte. Mein gutes altes iPad half mir wieder mal bei der Entscheidung indem ich diverse Konbinationen aufmalte, die ich auch in einer Instagram-Story zeigte:

Erst war das ganz linke mein Favorit, aber Anna gab den entscheidenen Hinweis, dass das Powder an der Stelle doch zu hautfarben wirkt und auftragen könnte. Sah ich definitiv ein und war froh über den Hinweis. Mein eigener nächster Favorit war die mittlere Zeichnung. Aber dann fiel mir auf, dass diese Version der Hose zu nahe kommt die ich bereits in langer Version genäht habe. Und daher blieb dann nur noch die rechte Version 🙂 Inzwischen bin ich sehr froh die Kombi gewählt zu haben und mir auch soviel Mühe bei der Vorentscheidung gemacht zu haben.

Ich bin ja mittlerweile routiniert im Nähen dieser Hose und doch war diesmal wieder etwas anders.
Bei der grünen Waldhose gab Annegret mir den Tipp den hinteren Gummibund abzusteppen. So legt er sich flacher, bauscht sich nicht so sehr auf… Die Idee fand ich gut (Dankesehr 🙂 ) und habe sie daher nun für diese Hose umgesetzt. Hier ein direkter Hosenvergleich:

Mir ist auch tatsächlich bei der grünen Hose aufgefallen, dass das Gummi sich mittlerweile gedreht hat und nur noch im oberen Bereich befindet. Also noch ein Grund mehr es abzunähen. Es sieht nicht nur schöner aus, es kann so auch nicht verrutschen.

Die Innennähte habe ich im unteren Bereich wieder mit selbstgemachtem Schrägband aus dem gleichen Stoff eingefasst, damit es beim Umschlagen nach Außen einfach schöner aussieht. Das hat mir bei der grünen Waldhose wirklich gut gefallen, daher habe ich das wieder übernommen.

 

Und wie auch bei der Waldhose hatte ich auch bei dieser kein passendes Oberteil im Schrank, nur dass ich diesmal auch keinen Stoff gekauft habe….Ich hatte eh mal vor das Ashton Top von Helens Closet auszuprobieren und konnte es mir zu dieser Hose ziemlich gut vorstellen:

Das Ashton Top
Wenn ich ehrlich bin hab ich das Top arg unterschätzt. Es sah so schlicht aus, dass ich vermutet habe es ist sehr schnell genäht. Tatsächlich aber ist es so gut verarbeitet, dass es doch einige Nähschritte bis zum fertigen Ergebnis sind und es daher nicht an einem Abend genäht war.

Meine Version aber schon gleich dreimal nicht, denn ich hatte nicht mehr genügend Reststoff um ein „gewöhnliches Top“ (also aus einem einzigen Stoff) zu nähen. Ich hatte zwar für alle Hosenprojekte zusammen insgesamt 7 Farben Leinen bestellt, und ich hatte auch ganz am Anfang mal die Idee aus allen Reststücken eine Art Patchwork-Top zu nähen… Aber da ich nun explizit für diese Hose ein passendes Top wollte wäre das dann doch zu bunt geworden und ich wollte nur die 3 Farben der Hose verwenden, was die Reststoffe deutlich einschränkte, da ich ja eigentlich eh nur soviel Stoff bestellt habe wie ich brauchte.
Das größte noch zusammenhängende Stück war „Mocha Brown“. Das reichte für das gesamte Rückenteil aber das war es auch schon. Sogar für eines der größeren Stücke am Vorderteil musste ich es stückeln, sieht man seitlich am Brustabnäher:

Aber das reine Aneinanderstückeln war nur die erste grobe Idee für mein Top. Mir fiel ein, dass ich mir mal diesen Instagram-Beitrag gespeichert habe. Zuerst ist mir nur das tolle Detail der andersfarbigen Hosentasche aufgefallen und jaaaa, das brachte mich überhaupt erst auf die Idee für meine Palisaden Pants verschiedenfarbige Leinenstoffe zu kombinieren. (Die Leinen-Werbung auf Instagram tat dann ihr übriges….) Erst danach ist mir dieses coole Top aufgefallen. Ich habe aber gar nicht weiter geschaut um welchen Schnitt es sich handelt und hab den Beitrag nur abgespeichert. Erst jetzt hab ich gesehen, dass es sich um einen Kinderschnitt handelt. Also da ich ja eh extra das Ashton Top gekauft habe kam es jetzt sowieso nicht in Frage noch einen zweiten Schnitt für ein und dasselbe Projekt zu kaufen. Aber natürlich erstrecht nicht, wenn es sich um einen Kinderschnitt handelt 🙂

Also hab ich freestyle einfach mal gemacht und geschaut was mein restliches „Golden Brown“ Leinen noch so hergab und hab gefaltet und gebügelt, bis der Stoff eben nicht mehr hergab.
Dadurch entstand dann die restliche Kombination unten drunter, denn irgendwo musste die restliche Länge für das Top ja herkommen 😀 und größere Reste gab es einfach nicht mehr.

Für das Facing hat es auch nicht mehr gereicht, da hab ich dann die neutralste Farbe gewählt und möglichst sauber gearbeitet, so dass es auch später nicht hervorblitzt…. So sieht es von innen aus:

Ich mag die Form und den lässigen, kurzen Style des Tops (Das ist die kurze Version B) zu dieser Hose.

Auf diesen Bildern hatte ich Top und Hose schon einen Arbeitstag lang an und Leinen tut, was es gerne tut: Knittern….
Aber: Es tut auch seinen Job bei viel zu heißen Sommertagen und trägt sich sehr angenehm.

Aktuell ist noch ein kleiner Rest-Zweifel vorhanden, ob das jetzt doch recht bunte Top zuviel des Guten für die Hose ist. Aber es überwiegt, dass ich das Top schon ziemlich cool finde. Vor allem dafür, dass ich einfach mal drauf losgeschnitten und genäht habe.

So, dass war es erstmal an Palisade Pants, versprochen 😉 Ich bräuchte demnächst mal wieder eine Jeans und hoffe, dass sich da dann bald Zeit und Motivation zusammentun.

Viele Grüße,

9 Kommentare zu “Palisade Pants “Burnt Orange” und Ashton Top “Freestyle”

  1. Oh, wow, das Restetop ist wirklich der Knaller und lenkt mich gerade ein wenig von deiner perfekt zusammengestellten Hose ab.
    Sehr schönes, besonderes Sommeroutfit.
    Ein abgesteppter Gummizigbund sieht in der Tat nicht nur schöner aus, sondern verhindert lstige Gummidrehung; habe ich kürzlich auch festgestellt, als ich eine Culottes mit Gummizugbund für die Tochter genaht habe, : ).
    LG von Susanne

  2. Das Top ist ein wahres Kunstwerk, ganz ganz toll! Die Hose ist ebenfalls klasse, kein Wunder, Du hast es echt drauf und suchst immer wieder sehr interessante Schnitte raus. LG Kuestensocke

  3. Gerade aus Resten entstehen oft die besten Ideen. Das Top ist toll und stiehlt wirklich der Hose fast die Show. Aber nur fast, die weiß sich auch zu behaupten. Und die Farben mag ich selbst auch sehr gern. Rundum gelungen.
    LG heike

  4. Das Top ist der Hammer! Und stiehlt tatsächlich der Hose etwas die Show. Die Falten sind großes Kino! Falls Dir jemals die Ideen für Posts ausgehen sollten, hier wäre ich an einem Work of Progess Beitrag sehr interessiert.
    Ein tolles Projekt, sich so intensiv mit einem Schnitt auseinanderzusetzen. In einer ruhigen Minute muss ich mal Deine ganze Palisade Serie anschauen. Lieben Gruß Manuela

  5. Wow, Melanie – das haut mich um! Sehr einzigartig – und nein, das ist nicht zu bunt. Das ist perfekt abgestimmt. Ganz sicher aber ist es ein Hingucker, damit musst du leben 😉
    Thema Jeansnähen: so im September (im Moment zu heiß für Jeans) wär ich schonmal dabei… vielleicht finden sich noch ein paar Mitnäherinnen (mit Zoom Account) für eine kleine Jeansnährunde.

    1. @Katrin: Sollte das eine Frage nach Mitnäherinnen sein, dann würde ich sie gerne mit ja beantworten 😉

      @Melanie: Die Hose finde ich wirklich schön, die Technik von dem Top ist beeindruckend und vor allem bewundere ich dich, dass du dir das alles auf die Kürze der Zeit noch “angetan” hast. Ich wäre ja etwas gestresst gewesen 🙂 Aber dafür kannst du dich jetzt mit etwas ganz Besonderem schmücken.

      Grüße, Tina

  6. Deine Palisade- Sammlung ist wirklich beeindruckend, da ist ja eine schöner als die andere! Aber das Top ist eindeutig der Hingucker. so schön, wie Du die Farben kombiniert hast! Das ist auch eine gute Anregung für Resteverwertung, man braucht dazu eigentlich keine Anleitung, sondern nur eine Inspiration, und die hast Du mit diesem gelungenen Top gegeben. Toll, Danke dafür!
    Mir persönlich würde zu diesem Top eine ganz einfarbige Hose noch besser gefallen, damit die Bluse noch besser wirken kann. Vielleicht als Idee, falls Du nochmal eine Palisade…:-))
    Liebe Grüße,
    Barbara

  7. Wow! Also sowohl
    Top als auch Bluse sind richtig gelungen. Einzigartig und großes Kino!
    Ich bin mir zwar nicht sicher, ob mir beides zusammen nicht too much ist, aber beide teile sind echt richtig klasse.

    LG Miriam

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