Rock Hélène von Claire Massieu

Werbung, da Schnitthersteller und Marken genannt werden. Stoffe und Schnitt habe ich selbst gekauft

Der Rock Hélène ist mir bei Instagram durch das Gummiband-Detail am Bund schon öfter aufgefallen. Ich habe bisher immer gezögert den Schnitt zu kaufen. Ich wusste, dass dies ein Rock für Nähanfänger ist und evtl. habe ich dadurch bisher gezögert, denn ein Nähanfänger bin ich ja nicht. Nachdem mir der Rock nun zum fünften Mal so positiv aufgefallen ist, fand ich meine eigenen Zweifel dann doof. Ist doch toll, wenn man ein einfaches, schnelles Projekt bekommt durch diesen Schnitt.

Falls aber doch Nähanfänger mitlesen und sich überlegen, ob sie diesen Schnitt nähen möchten: Beim Kauf des Schnittes erhält man auch einen 18-seitigen Nähratgeber als PDF-Datei. Das hat mich überrascht und ich habe gleich mal drin geblättert. Er ist sehr liebevoll gestaltet und so einen Ratgeber hätte ich in meinen Anfängen auch sehr gerne gehabt.

Aber die Anleitung selber ist auch sehr verständlich. Ich habe ja schon mal den Mantel Marie von Claire Massieu genäht. Und damals war ich sehr begeistert von der ausführlichen Schritt für Schritt Anleitung. Und obwohl ein Rock für mich somit kein Hexenwerk ist, muss ich sagen, dass mir auch hier die Anleitung sehr viel gebracht hat. Es wurde wirklich an alles gedacht. Dinge die ich bei manchen Schnitten noch mal nachschlagen würde, im Text manchmal suchen muss (oder mich auch weiterhin fragen muss, weil gar keine Info vorhanden ist), tauchen hier von Anfang an in sinnvoller Reihenfolge auf und es bleibt einfach keine Frage offen. 

Übrigens wollte ich den Rock dann auch gleich so spontan nähen, dass mich ich entgegen meiner heiligen Regel “Nie mehr Schnittmuster kleben, weil es mich in den Wahnsinn treibt und einfach nie aneinander passt” doch an den A4 Schnitt gewagt habe. Und entweder war ich diesmal geduldiger oder aber die A4-Druckdatei professioneller – es passte alles perfekt aneinander. Yeah. Das fing schon mal gut an.

Womit ich erst gar nicht gerechnet habe: Der Rock wird gefüttert und dementsprechend ist auch ein Futter-Schnittteil dabei. Das finde ich wirklich extrem gut, denn meiner Meinung nach braucht jeder Rock ein Futter!! Es ist soooo ätzend, wenn man einen Rock mit Strumpfhose anhat und der Rock sich sofort seinen Weg hoch sucht. Aber obwohl dies ein allseits bekanntes Problem ist, sind mir damals als Nähanfängerin ausschließlich einfache Rockschnitte über den Weg gelaufen, bei denen kein Futter verarbeitet (und entsprechend auch nicht erklärt) wurde. 

Was aber auch jeder Rock braucht sind Taschen! Die waren nicht dabei und hier kommen wir zu meiner ersten Änderung an dem Schnitt: Ich habe Nahttaschen hinzugefügt.

Diesmal habe ich nicht zuerst den Stoff und dann das Futter und dann das Zubehör entsprechend rausgesucht. Ich habe den Schnitt eigentlich sogar gekauft weil ich schon so lange dieses coole Gummiband daheim habe. Ich wollte es unbedingt an einer sehr sichtbaren Stelle vernähen. Und wo könnte ich es besser in Szene setzen als mit diesem Rock?
Die Stoffauswahl hat das dann aber auch gleich extrem eingeschränkt. Dunkle Stoffe würden hier sicher gut passen. Besitze ich aber nicht mehr. Ich habe 2 x im sehr großen Stil aussortiert. Das erste Mal nachdem mir klar war welche Farben mir stehen und welche vor allem nicht.
Das zweite Mal jetzt gerade erst: Nachdem ich vor kurzen einen ganz bestimmten Stoff gesucht habe, hab ich erst Riesenchaos veranstaltet, dann eine komplette Aufräum-/Umräum-/Putz-Aktion draus gemacht (spontan abends um neun – aber man kann es sich nicht aussuchen wann einen der Hafer sticht) und am nächsten Morgen ebenso spontan (aber schon so lange notwendig) mit dem Mann zusammen einen großen Nähzimmerschrank geplant und gekauft. Zuvor hatte ich meine Stoffe in zwei offenen Regalen in denen leider ein paar Stoffe ausgeblichen sind. Es kommt sehr viel Sonne in das Zimmer und an eben genau diese Stelle wo die Stoffregale standen. Zusätzlich hatte ich noch ein paar durchsichtigen Kisten mit Deckel und 2 Umzugskartons waren gefüllt mit Stoffresten aber auch Deko- und Taschenstoffen. Und das sah mal richtig schäbig aus, dass diese Umzugskartons da jetzt drei Jahre sichtbar standen (Naja… leicht unter den Zuschneidetisch geschoben, aber dennoch sichtbar). Mir fehlte einfach richtig viel Stauraum.

Der neue Schrank steht. Groß ist er geworden, da ich sehr hohe Decken im Nähzimmer habe, das galt es nun mal auszunutzen. Nun darf ich ihn vollräumen einräumen 🙂

Der Größenunterschied ist erst auf den zweiten Blick sichtbar, wenn man mal auf die Größe der rosa Schneiderpuppe achtet

Der neu gewonnene Platz ist richtig Luxus für mich. Ich hab jetzt sogar einen festen Platz für die Stickeinheit meiner Nähmaschine nebst Stickzubehör. Das stand vorher auch alles offen rum und natürlich staubte das auch entsprechend ein. Vor das gezeigte Fach kommen aber auch noch 2 Türen, die waren nicht gleich verfügbar. 

Die Leiter werde ich wohl des öfteren benötigten. Und für die obersten Fächer muss ich den Mann rufen 😉

Seit Jahren habe ich geplant mal alle Stoffe auszumessen damit ich sie per App auflisten kann und auch jederzeit unterwegs sehe von welchem Stoff ich welche Menge zur Verfügung habe. Da ja nun eh einmal alle Stoffe raus mussten (und nicht wieder alle rein durften), habe ich das nun endlich in Angriff genommen. All die Stoffe die ich immer noch sehr gerne mag kamen in 80 cm breite Schubladen, wurden nach Thema sortiert, akkurat gefaltet (die Jerseys gerollt) und sind nun alle auf einen Blick sichtbar, wenn ich die Schublade aufmache. 

Die Stoffgröße hängt ebenfalls an. Bei dieser Ordnung hüpft mein innerer Monk voller Freude, weil er auf diesen Tag ganz lang gewartet hat. Die Katalogisierung per App erfolgt aber erst im zweiten Rutsch, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe.

Nachdem aber nur noch die geliebten Stoffe mit in den Schrank durften, hab ich nun ein kleeein wenig das Gefühl, dass ich kaum noch Stoffe hab. Ich darf also offiziell wieder nachkaufen 😉 

Die Stoffwahl für den Rock fiel mit der schmalen Auswahl nun wirklich leicht. Zu dem Gummi passte jetzt nur noch ein einziger Stoff aus dem Stash. Ein Leinen vom KBC. Er hat einen ganz leichten Braun-Beige-Ton und einen leichten Rosé Touch. Eigentlich war auch dieser nur bedingt tauglich, weil ich nur 1,10m x 1,40m davon besaß statt der erforderlichen 1,30m x 1,40m. Ich musste das Rockteil um 3cm kürzen und das Futterteil um 2,5cm.

Ich mag, dass der Rock durch das Abnähen oberhalb und unterhalb des Gummibands einen minimalen paperbag-waist-Effekt gibt. An richtige Schnitte für paperbag pants oder skirts habe ich mich bisher noch nicht gewagt.

Ich hätte sehr gerne ein cremefarbenes Futter verwendet. Aber ich wollte das Projekt nicht unterbrechen, um noch Stoff zu kaufen. Also habe ich vorhandenes silbergraues genommen und finde mittlerweile, dass es sehr gut passt. Vor allem aber hat es sich soooo gut verhalten. Es ließ sich sehr gut (und auch mit hohen Temperaturen) bügeln, super gut vernähen und es knittert und knistert nicht. Leider bin ich nicht mehr sicher wo ich es gekauft habe, aber es reicht noch für einen weiteren Rock.
Das Dokumentieren mit einer App ist auch für sowas wirklich sinnvoll: Ich kann beim Vernähen oder Zeigen oftmals gar nicht mehr sagen wo ich etwas Jahre zuvor gekauft habe. Das ärgert mich, wenn ich einen Blogbeitrag schreibe. Vor allem aber ist es ärgerlich, wenn ich einen Stoff so oder ähnlich gerne nochmal kaufen würde, weil die Qualität einfach so toll ist.

Der Rock besteht aus 6 Bahnen. Sie sind schnell aneinander genäht und ich mag den Fall den sie geben.

Wenn ich Gummiband verwende muss ich oft meine eigene Länge rausfinden, meist ist es weniger als angegeben. Aber diesmal konnte ich nach der Länge in der Anleitung gehen, es hat perfekt gepasst. Einziehen musste es mein Mann. Ich bin mit den Jahren immer geduldiger geworden beim Nähen (und Auftrennen und neu nähen). Aber Gummibänder oder Kordeln kann ich immer noch nicht einziehen, das macht mich wirklich kirre wie langsam es da voran geht beim Schieben….

Ich bin übrigens sehr überrascht vom Ergebnis. Obwohl es ein Rock mit Gummizug ist, finde ich gar nicht, dass er wie ein einfacher / schneller Rock aussieht. Wisst ihr was ich meine? Es ist natürlich schon ein einfaches und schnelles Projekt, aber es überrascht mich wie schick er dennoch aussieht. Ich habe bisher nur Röcke mit Gummiband genäht die ich ausschließlich daheim trage, weil sie eher einen Freizeitlook haben. Dieser Rock darf offiziell raus.

Als erstes darf er nun zum Me Made Mittwoch. Ich hoffe ja eigentlich immer noch drauf, dass der Me Made Mittwoch mit neuem Team vielleicht doch noch mal zurück zum wöchentlichen Rhythmus findet…. 1 x im Monat ist einfach viel zu selten für das Lieblingstreffen im Internet.

Ich hinterlasse euch jetzt noch die kurzen Fakten und wünsche euch eine tolle Woche!
Viele Grüße,

 

Fakten: 

Rock  
Hélène von Claire Massieu; genäht in Größe 36
Änderungen: Nahttaschen hinzugefügt; Rockteil aus Stoffmangel um 3cm gekürzt, Futterteil um 2,5cm gekürzt 
Stoff: Leinen vom KBC in Lörrach

Shirt
Das Shirt (JerseyCamiSole vom Schnittduett) habe ich schon in diesem Beitrag vorgestellt. Dort sind alle Infos zum Stoff und Schnitt sowie die vorgenommenen Änderungen beschrieben

23 Kommentare zu “Rock Hélène von Claire Massieu

  1. Wow was für ein schöner Rock. Der Schnitt wandert direkt auf meine Haben Muss Liste. Zumal ich noch so tolles Gummi habe was sich perfekt machen würde. Und ich habe auch schon Stoff dazu. Und mit dem Futter wird er auch im Herbst und Winter perfekt zu Strumpfhosen und Stiefeln zu kombinieren sein.
    Toll toll. Danke für das zeigen
    Liebe Grüße Dana

    1. Vielen Dank 🙂
      Ich glaub ich halte jetzt explizit noch mal Ausschau nach einem auffälligen Gummi in anderer Farbe. Ich liebe Kleidungsstücke die schick aussehen und dennoch gemütlich sind (Gummizug – siehe auch meine Winslow – ich würde am liebsten nichts anderes tragen diesen Sommer!!). Der Rock wird definitiv noch mal genäht. Vor allem da ich weiß, dass dafür eben kein ganzes Nähwochenende drauf geht. Eher ein längerer Abend oder halber Tag 🙂

  2. Die Materialwahl für den Rock ist klasse, er ist toll geworden und steht dir super 🙂 ich würde den Schnitt glatt nachnähen, aber ich brauche wirklich keine Kleidungsstücke, die am Bauch noch zusätzlich auftragen *gg*
    Dieses “Ist doch für Anfänger” hat mich eine Weile von den Pattydoo-Schnittmustern abgehalten, aber eigentlich ist das ganz cool, weil die Projekte dann entweder ein schnelles Erfolgserlebnis sind oder schwierige Stellen gut erklärt sind (und oft lerne ich sogar noch was dazu).
    Auf den Nähzimmerschrank bin ich neidisch! Mein Zeug ist auf diverse Möbel verteilt, die alle eher klein sind, das ist ein bisschen umständlich.

    1. Ja, genau, Pattydoo ist ein gutes Beispiel, da geht es mir tatsächlich auch so. Wobei mich da auch die Videoanleitungen abschrecken. Ich mag lieber auf Texte und Bilder schauen. Aber die Schnitte sind wirklich gut. Oftmals Basic, aber davon brauchen wir ja auch einiges im Schrank.
      Die verteilten Orte hatte ich bisher auch. Sogar im Flur hatte ich was gelagert und – wenn Besuch zum Nähen kam und ich es doof fand, dass immer was rum stand auch gerne mal vorübergehend was ins Schlafzimmer verfrachtet. Am meisten hat mich halt gestört dass alles offen war. Selbst wenn du es akkurat in das Fach legst: Wenn nicht überall das gleiche drin liegt, sind es unordentlich und überfrachtet aus… An das große Ding im Zimmer muss ich mich jetzt auch erstmal gewöhnen. Aber es sieht definitiv ordentlicher aus 🙂

  3. Danke für den tollen Blogpost. Ein Tipp: Wenn du eine Sicherheitsnadel vorne ans Gummiband steckst und die Sicherheitsnadel durch den Tunnelzug ziehst ist das Gummiband innerhalb ein paar Sekunden durchgejagt. Dann muss dein Mann nicht mehr herhalten

    1. Dankeschön 🙂 Also die Sicherheitsnadel war am Gummi. Die schien aber winzig gegen das sehr breite Gummiband. Ich muss mal schauen wo es richtig große gibt, damit geht es dann sicher leichter. Mit der normalen kleinen ging das echt nur gaaaanz langsam voran.

  4. Diese Gummibandlösung ist wirklich ein raffiniertes und sehr hübsches Detail, was optisch einiges hermacht; muss man erst mal drauf kommen.
    Sieht angezogen tipp-topp aus und gefütterte Röcke sind nicht nur angnehmer zu tragen, sondern auch wertiger.
    Ja und dein wunderbar geordnetes und aufgeräumtes Nähzimmer macht mich ganz sprachlos vor Bewunderung.
    LG von Susanne

    1. Lieben Dank Susanne,
      dieses Nähzimmer ist eigentlich ständig in Veränderung, aber selten so sehr aufgeräumt 😉 Ich hoffe sehr, dass mir der Schrank nun dabei hilft besser Ordnung halten zu können. Aber mit so viel Stauraum sollte das wesentlich besser gehen.

  5. Sehr cooles Gummibanddetail. Sieht auch toll aus und gar nicht “nur” nach Gummizugrock. Nach dem Dirndl Marathon mag ich zur Zeit nur einfache Schnitte. Den hier merk ich mir mal.
    Lieber Gruß
    Elke

    1. Das kann ich gut verstehen. Ich bereite mich gerade auf ein ähnliches großes Nähprojekt vor (Trenchcoat) und denke das wird die restliche Wunschliste auch für eine längere Zeit lahm legen. Daher werde ich zuvor auch noch schnell ein paar kleinere Dinge fertigstellen.

  6. Was für ein toller Rock! Dieses wunderschöne Material, und dann die Kombination mit dem Gummiband- so schick, und der Schnitt steht Dir ausgezeichnet. Du hast völlig recht, Röcke mit einem Gummizug in der Taille habe ich bisher auch nicht so ganz für voll genommen, aber dieser Schnitt ist wohl wirklich eine Ausnahme. Wobei ich die Designbeispiele auf der Website der Firma auch nicht für so gelungen halte, Deine Version ist viel schicker. Danke, daß Du auf diese Designerin hinweist, die hatte ich bisher noch nicht so wahrgenommen und werde mir deren Schnitte jetzt mal genauer anschauen. Ich finde, es spricht nichts gegen sogenannte “einfache” Schnitte. Gerade die müssen gut konstruiert sein, und die Anleitungen lese ich immer- bei guten Anleitungen lerne ich auch gerne was dazu.
    Liebe Grüße, Barbara

    1. Lieben Dank Barbara! Mich hat auch nur dieses kleine Gummibanddetail angesprochen, daher hab ich wohl auch so lange gewartet bis ich den Schnitt nun gekauft und genäht habe. Aber jetzt bin ich sehr froh drum.

  7. Huhu!
    Der Rock ist wirklich total schön. Vor ein paar Monaten hatte ich auf Instagram mal gefragt, da hatte ich nämlich ein ganz anderes Problem, dass mein schönes Gummiband zu kurz war für den Rock. Da ist mir der Schnitt auch empfohlen worden (vielleicht sogar von dir? :D). Ich habe ihn dann nicht gekauft und mir selbst was gebastelt, ärgere mich aber gerade ein bisschen, denn das wäre sicherlich schneller gegangen … aber wer weiß, vielleicht läuft mir ja nochmal so schönes Band über den Weg und dann kaufe ich ihn.
    Ich mag den Stoff zu dem Gummiband sehr. Ich verstehe auch, was du mit nicht so typisch Gummibund-Rock meinst. Ich glaube, das kommt zum einen durch die Taschen, zum anderen aber auch durch den Stoff. Der fällt einfach schön und die Farbe ist ja auch eher was schickes/elegantes.
    Dein Nähzimmer macht mich richtig neidisch, vor allem die schönen Stoffe. Ich habe ja nur ein minimales Lager, da lohnt sich eine Katalogisierung nicht, aber es sieht schon toll aus in den Schubladen!

    Liebe Grüße

    1. Hi 🙂 Also für diesen Rock braucht man auch ein Gummiband entsprechend der Taillenweite. Ich habe aber jetzt noch so ca. 30 cm von meinem Gummi übrig und habe selber schon überlegt das für den nächsten Rock einfach zu stückeln. Wenn man 2 gleichbreite Gummibänder hat (ein cooles und ggf. noch ein “normales”) kann man die sicher auch aneinander nähen, und schön flach wieder absteppen. Die Nähte verstecken sich ja dann im Tunnelzug. Bei meiner Größe ist die sichtbare Stelle 14 cm breit. Wenn man mit mind. 25 cm schönem Band arbeitet ist das sicher kein Problem.
      Meine schönsten Stoffe habe ich von Fabrikverkäufen. Daher auch das “Horten”. Die hüte ich dann tatsächlich bis mir der perfekte Schnitt dafür über den Weg läuft. Da ich oftmals spontan nähe, freue ich mich dann immer sehr über den Bestand. Wenn ich nach Projekt kaufe dauert das oft ewig, bis ich den Stoff meiner Vorstellung gefunden habe…..
      Viele Grüße!!

  8. FAst noch besser als Dein Rock gefällt mir Deine ordentliche Stoffgalerie, das ist ja der Wahnsinn. Eine komplette Inventur und akkurate Erfassung, wow! Davon bin ich weit entfernt, weil ich unmengen an kleinen Resten habe die hoffentlich nach und nach in die Patchworkdecken fließen. Dein Nähzimmer ist ein wahrer Traum, so lichtdurchflutet und großzügig, klasse. LG Kuestensocke

    1. Ich bin auch tatsächlich immer noch nicht fertig mit dem Einräumen des Schrankes. Gerade weil ich da jetzt so akkurat bin, dauert das echt lange. Manche Stoffe waren so krumpfelig, dass ich sie auch erst bügeln musste bevor ich sie vermessen und falten konnte. Das zieht natürlich alles noch mehr in die Länge. Aber der Blick in die Schublade danach entschädigt dafür 🙂
      Eine Box mit tollen kleinen Stoffresten habe ich übrigens auch aufbewahrt. Und irgendwann werde ich mich damit auch mal dem Patchworken widmen.

  9. Als Schnittmuster-Lemming musste ich mir den Schnitt natürlich gleich genauer anschauen und muss sagen, Respekt, dass Du so viel Geld ausgegeben und Dich da ran getraut hast! Eine der ersten Sachen, die man beim Nähen von Röcken und Kleidern lernt ist doch, dass sie an allen Stellen den gleichen Abstand zum Boden brauchen, damson stimmig aussehen. Da das bei keinem der Bilder der Fall war, hätte ich (auch wenn ich natürlich weiß, dass das eine Änderung ist, die man immer individuell machen muss) kein Vertrauen in diesen Schnitt gesetzt, schon gar nicht für den doch wirklich hohen Preis.

    Dein Ergebnis ist in jedem Fall super geworden, Deinen Rock finde ich wunderschön! Und an Deiner Aufräumaktion muss ich mir ganz bald ein Beispiel nehmen…. Was hast Du mit den aussortierten Stoffen gemacht? Ich muss auch etliches weggeben, es ist einfach viel zu viel geworden, und einiges trifft wirklich nicht mehr meinen Geschmack. Für den Container sind sie aber trotzdem zu schade, meine Nähfreundinnen kommen da aber auch nur bedingt in Frage, also Tips werden gerne angenommen!

    Liebe Grüße, Nane

    1. Hallo Nane,
      beim Boden-Abstand kann ja ein Rockabrunder sehr gute Hilfe leisten. Ich habe allerdings immer noch keinen und habe Abhilfe geschafft indem ich den hinteren Saum weniger eingeklappt habe als den vorderen. Das hat auch sehr gut geklappt. Ansonsten hast du natürlich Recht und ein extra Schnittteil für hinten wäre sicher auch gut. Bei den Röcken meiner Nähanfänge hat mein Hintern tatsächlich auch dafür gesorgt, dass sie hinten zu kurz waren. Aber auch das aushängen lassen (vor dem Säumen) von Röcken mit vielen Bahnen oder schweren Stoffen steht in kaum einer Anleitung oder? Das sind wohl Erfahrungen die man selber sammeln muss.
      Es freut mich dass dir meine Version des Rockes gefällt.

      Bei den aussortierten Stoffen muss ich ausholen:
      Bei der allerersten Assortier-Aktion bei der es um nicht mehr passende Farben ging, habe ich den größten Teil mit einer Freundin getauscht, die im Gegensatz zu mir der “kühle” Sommer-Winter Typ ist. Wir haben uns gegenseitig Fotos von unseren Stoffen gemacht und ein großes Paket geschickt. Das war ein schönes Aussortieren, weil ich wusste, dass selbst die Stoffe die mir noch gefallen haben, mir aber einfach nicht stehen, trotzdem in gute Hände kommen 😉
      Die anderen Stoffe die auch für sie nicht in Frage kamen, habe ich einer Freundin gegeben die gerade mit dem Nähen anfängt. Sie konnte die Stoffe zum Üben sehr gut gebrauchen.

      Das aktuelle Aussortieren / wesentlich tiefer gegraben: Durch die Sonne ausgeblichene Stoffe (offenes Stoffregal 🙁 ) habe ich wegschmeißen müssen. Ebenso ein paar Stoffe die ich vor eeeewigen Zeiten gekauft habe, die mir gar nicht mehr gefielen und dessen Qualität extrem fragwürdig waren. Der Großteil den ich weggeschmissen habe, waren nun aber Stoffreste. Ich habe nämlich früher alles was nach dem Zuschneiden übrig war aufgehoben. Jeden Fitzel von dem ich dachte “zu groß zum Wegschmeißen”. Aber in Wahrheit konnte man aus den Fitzeln nicht mal mehr patchworken (außer vielleicht mit viel Geduld und großer Patchwork-Liebe).

      Ein paar Stoffe kamen aber auf den Stapel “Nähtreff”. Einige Nähtreffs haben ja “Tauschtische” bei denen man sehr gut erhaltene Stoffstücke ablegen kann und sich dafür die Stoffe der anderen begutachten kann. Dort nehme ich aber nur Stoffe mit die wirklich gut und groß genug sind, weil solche Tische ja eben nicht zum Müll loswerden sind…. Das sind bei mir gute Stoffe die ich mir an mir selber einfach nicht mehr gut vorstellen kann. Meist vor vielen Jahren gekauft.

      Ein paar weitere Tipps: Einige geben ihre Stoffe noch an Kindergärten oder Schulen bei denen das Nähen gelehrt wird. Und manche sammeln Stoffe um für Frühchen daraus zu nähen. Dafür geht man am besten in entsprechende Gruppen diverser sozialer Netzwerke oder fragt einfach ein paar entsprechende Stellen im Ort ab. Aber dafür muss dann auch entsprechend gut aussortiert werden was noch gut genug oder weich genug ist.
      Viele Grüße!
      Melanie

      1. Wow, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort und die vielen Anregungen! Sorry, dass ich erst jetzt zum Bedanken komme, wir hatten diese Woche Einschulung, da ging alles drunter und drüber…
        LG, Nane

  10. Ein schöner Rock! Das Gummiband ist ein richtig edler Akzent. Ich muss mir auch mal einen gefüttterten Rock für den Herbst nähen. Sonst haben Röcke bei mir immer nur eine kurze Tragesaison, weil mich das Klebenbleiben an der Strumpfhose in den Wahnsinn treibt.

    1. Meine nächsten beiden Röcke mit dem Schnitt werden auch Herbströcke. Da ich nun weiß wie schnell der Rock genäht ist und wie gemütlich das mit dem Gummiband ist, hab ich bei der letzten Stoff-Shoppingtour schon 2 herbstliche Stoffe rausgesucht. Nur das passende Gummiband muss ich dafür noch finden.

  11. Die Liebe liegt of im Detail und das ist hier augenscheinlich das Gummiband, welches ein toller Hingucker bei diesem Rock ist. Da mein Nähzimmer gerade auch im Umbruch ist, finde ich deine Fotos sehr inspirierend.
    LG Mirella

    1. Ich liebe es auch sehr Einblicke in andere Nähzimmer zu bekommen 🙂 Daher dachte ich der kleine Ausflug in das was hier gerade mit dem Zimmer passiert passt ganz gut.

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